Saure Gurken für den Verlierer

Mission Titelverteidigung gescheitert: Henrike Krutzfeld, Johannes Schmidt, Lena Krabbenhöft, Andreas Meyer und Jan Krabbenhöft (v. li.) von der Mannschaft 'Uropa Fritz Erben' belegten in diesem Jahr beim Dorfquiz den fünften Platz. Foto: Ritterbusch
Mission Titelverteidigung gescheitert: Henrike Krutzfeld, Johannes Schmidt, Lena Krabbenhöft, Andreas Meyer und Jan Krabbenhöft (v. li.) von der Mannschaft "Uropa Fritz Erben" belegten in diesem Jahr beim Dorfquiz den fünften Platz. Foto: Ritterbusch

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08. März 2011, 03:59 Uhr

Lindau | Eine große Portion Allgemeinwissen haben die Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder mitbringen müssen, um beim Dorfquiz der Landjugend Lindau-Revensdorf nicht ein Glas saure Gurken gewinnen zu wollen. Dieser Preis ging an die Mannschaft, die in den verschiedenen Kategorien die wenigsten Fragen richtig beantwortet hatte und auf dem letzten Platz landete.

Rund 100 Fragen hatten sich die Mitglieder der Landjugend um die Vorsitzende Inke Jordan ausgedacht. So galt es, in den Bereichen "Hauswirtschaft", "Mathematik und Naturwissenschaften", "Hörspiele und Märchen", "Erdkunde", "Politik und Geschichte", "Sport", "Gemeinde und Landjugend", "Sport und Fernsehen" sowie "Landwirtschaft" sein Wissen unter Beweis zu stellen. Wer wusste, dass der aktuelle Landjugendvorstand im Durchschnitt 20 Jahre alt ist, die Pferde von Bibi und Tina "Sabrina" und "Amadeus" heißen und das "H" das chemische Symbol für Wasserstoff ist, hatte gute Chancen auf den Sieg. Bei einer Aktivaufgabe musste eines der Gruppenmitglieder zudem Geschick beweisen und Tennisbälle in Gläser werfen.

22 Mannschaften mit bis zu fünf Mitgliedern stellten sich dieser Aufgabe. Unter ihnen auch die Titelverteidiger: "Uropa Fritz Erben". Henrike Krutzfeld, Johannes Schmidt, Lena Krabbenhöft, Andreas Meyer und Jan Krabbenhöft hatten sich nicht sonderlich auf das Quiz vorbereitet. "Wir haben mal Nachrichten geschaut", sagte Johannes Schmidt. So wussten die fünf Teilnehmer, die alle denselben Urgroßvater haben, auch schnell, welche Fragen die Mission Titelverteidigung verhindern könnten: "Hörspiele und Märchen sind schwer, und Hauswirtschaft ist auch nicht gut", meinten sie. Über Scherzfragen hätten sie sich jedoch gefreut.

Diese gehörten dieses Mal jedoch nicht zum Themenkatalog. "Man muss ja auch mal etwas anderes anbieten", sagte Beeke Stuhr, Pressewartin der Landjugend Lindau-Revensdorf. Der Vorstand sei bemüht, jedes Jahr andere Fragen zu stellen. In diesem Jahr gelang es dem Team der Jungen Union besonders gut, die kniffligen Fragen zu beantworten. Die Mitglieder belegten den ersten Platz und erhielten einen Schinken. Auf dem zweiten Platz landete die zweite Mannschaft der Schützen Revensdorf, die einen Käse gewann. Eine Salami ging an "Die erfahrenen Lajus", die den dritten Platz belegten. Das Schlusslicht und damit der Gewinner des Saure-Gurken-Glases wurde die erste Mannschaft der Schützen Revensdorf: die "Besserwisser" wurden Neunter.

Warum Heike und Gerd Thode, Sabine, Dennis und Sönke Jacobsen an den Start gingen, ist schnell erklärt: "Wir wissen es besser", sagte Gerd Thode und hob hervor, dass jeder in der Gruppe ein Spezialgebiet habe: Sabine Jacobsen war für Märchen zuständig, ihr Mann Sönke für Sport und ihr Sohn Dennis für Mathematik. Heinke Thode war für die Hauswirtschaft zuständig und Gerd Thode war der Spezialist für Politik. Mit dieser Arbeitsteilung wollten die Revensdorfer ganz vorne mitspielen. Und sie traten mit mehreren Generationen an: Dennis Jacobsen war mit 13 Jahren der jüngste in der Mannschaft, Gerd Thode mit 61 Jahren der älteste.

Mit dem Quiz wollen die Mitglieder der Landjugend Lindau-Revensdorf eine möglichst breite Masse ansprechen. Egal ob Jung oder Alt, jeder kann mitmachen. Ein Konzept, das aufgeht: Der Saal des "Lindenkruges" in Großkönigsförde war gut gefüllt, an jedem Tisch saßen Menschen und brüteten über den Aufgaben. "Vorbereiten kann man sich eigentlich nicht", sagte Beeke Stuhr. "Aber ein gutes Allgemeinwissen ist immer gut."

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