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lohn des massiven protestes : Sanierungsarbeiten am Radweg an der L 26 haben begonnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das erste Teilstück von Hemmelmark bis Ludwigsburg soll je nach Wetterlage Mitte nächster Woche fertig sein. Im Zuge der Arbeiten lässt Waabs den eigenen Radweg ebenfalls sanieren.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 04:01 Uhr

An dem Ostseeküstenradwanderweg entlang der L  26 tut sich was. Nachdem das Land nach jahrelangem Protest der Gemeinden grünes Licht für die Sanierung des beliebten Radweges gegeben hat, rollen jetzt die Baumaschinen entlang der Landstraße von Eckernförde nach Waabs. Wurzelausbrüche, Schlaglöcher und abgefahrene Kantenabbrüche waren lange Zeit das Markenzeichen der 14,4 Kilometer langen Strecke – Radfahren war dort zum Leidwesen der Gemeinde Waabs nur noch eingeschränkt möglich.

Der Beginn der umfangreichen Sanierung auf dem ersten 6,3 Kilometer langen Teilstück von Hemmelmark bis Ludwigsburg war eigentlich schon für September vorgesehen. Am Montag rauten erstmals zwei Fräsen der Baufirma SAW aus der Kieler Niederlassung den maroden Fahrradweg auf. Unebenheiten wurden beseitigt und erste Erkenntnisse über den tatsächlichen Zustand des Streckenabschnitts eingeholt. „Auch wenn wir im Voraus bereits eine Kalkulation aufgestellt haben – man weiß nie, was sich unter der obersten Schicht verbirgt“, erklärte Jens Thaysen vom Planungsbüro in Neumünster, der die Bauarbeiten auch nach dem Beginn weiter begleitet.

Die Sanierung erfolgt in zwei Etappen: In diesem Jahr sollen sich die Arbeiten auf den Abschnitt zwischen Eckernförde und Ludwigsburg konzentrieren. 2016 steht die Sanierung auf dem 8,1 Kiliometer Teilstück zwischen Ludwigsburg und Schwastrum an. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass sich jetzt endlich etwas tut“, so der Waabser Bürgermeister Udo Steinacker. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu Beschwerden von Touristen gekommen, sagte er. „Für die Beschwerden ist aber das Land Schleswig-Holstein zuständig gewesen, und wir konnten sie immer nur weiterleiten“, bedauerte Steinacker. Nun, da der Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer im Januar den Sanierungen unter einigen Bedingungen überraschend zugestimmt hatte (wir berichteten) und die ersten Bautrupps Stellung bezogen haben, möchte auch die Gemeinde Waabs etwas für die Verbesserung der Route tun. Im Zuge der Arbeiten wurde deshalb gestern auch der gemeindeeigene Radweg zwischen dem Campingplatz und der Siedlung Sophienhof neu asphaltiert. „Wir möchten nicht, dass dort ein vergleichsweise schlechtes Stück Radweg zurückbleibt“, so der Bürgermeister und setzt damit einen Beschluss der Gemeindevertretung um. Die Kosten für das gesamte Vorhaben belaufen sich nach einer Schätzung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr auf rund 800  000 Euro (ohne Planungskosten). Mit einer Fertigstellung rechnet die Baufirma Mitte nächster Woche. Dies hänge von der Wetterlage ab, so der Baustellenleiter.

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