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Bahnübergang Domstag : Sanierung beginnt am 30. Mai

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Erneuerungsarbeiten von Bahnübergangstechnik und Ampelanlage an der B 76 sollen Mitte Juli beendet sein.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 06:12 Uhr

Eckernförde | Die Deutsche Bahn hat jetzt ein konkretes Datum genannt, wann der Übergang am Domstag erneuert werden soll. Demnach sollen die Arbeiten am 30. Mai beginnen und bis Mitte Juli andauern. Auch der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Rendsburg wird in dieser Zeit die Ampelanlage an der B 76 erneuern. Beide Anlagen, Ampel und Bahnübergang, sind technisch miteinander verbunden (Büstra-Anlage), um den Verkehrsfluss beim Absenken der Bahnschranken entsprechend zu lenken.

Mit Verkehrsbehinderungen ist in der Zeit der Erneuerungsarbeiten zu rechnen. Zwar werde die Bahn den Domstag nicht voll sperren müssen, sagte Bahnsprecherin Sabine Brunckhorst, jedoch könne eine halbseitige Sperrung teilweise erforderlich sein. Konkrete Behinderungen durch die Erneuerung der Ampelanlage an der B 76 konnte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr noch nicht nennen. Die Bahn hat angekündigt, die veraltete Technik 1:1 auszutauschen und auf den neuesten Stand zu bringen. Die Kosten für die Bahn würden sich auf 440  000 Euro belaufen.

Die Nachricht über den Beginn der Arbeiten wird nicht nur Autofahrer freuen, sondern besonders Fußgänger und Radfahrer. Denn schon seit Anfang Mai vergangenen Jahres ist die Ampelanlage an der B 76 auf Höhe der Einfahrt zum Domstag defekt. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr wollte die Technik komplett erneuern, wofür aber auch eine Erneuerung der mit ihr verbundenen Bahnübergangsanlage verbunden gewesen wäre. Die Bahn aber weigerte sich: Erst im Jahr 2019 habe die Anlage ihre Mindestlaufzeit erreicht und sollte dementsprechend erst dann erneuert werden.

Dabei war es in den Jahren zuvor immer wieder zu Ausfällen gekommen: In unregelmäßigen Abständen war die Schrankenanlage immer wieder defekt, musste die Polizei mehrmals im Monat den Verkehr regeln. Im Dezember 2012 dann sorgte ein Defekt für einen fünfmonatigen Ausfall der Schrankenanlage, weshalb Bahnmitarbeiter per Hand den Übergang bei der Durchfahrt eines Zuges sichern mussten. Gleich im Juli darauf wurden diese Mitarbeiter wieder benötigt, im Januar 2014 erneut.

Im Anschluss setzten sich auch Lokalpolitiker und die Eckernförder Verwaltung für eine schnelle Lösung ein und baten das Verkehrsministerium um Intervention. Denn die Deutsche Bahn und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr schoben sich gegenseitig den Schwarzen Peter für den Zustand in die Schuhe. Nach weiteren Störungen kam es im Mai 2015 zum bislang schwersten Ausfall: dem Ausfall der Ampelanlage an der B 76. Der Landesbetrieb wollte nicht in eine veraltete Technik investieren, die Bahn dagegen weigerte sich, schon jetzt Geld für eine Erneuerung des Bahnübergangs auszugeben. Ein Wendepunkt trat ein, als erneut ein Defekt an der Bahnanlage auftrat. Schließlich hatte sich auch das Verkehrsministerium eingeschaltet: Es hat angeboten, die Erneuerung der Anlage vorzufinanzieren und dass die Bahn erst in drei Jahren – laut ihrem Haushaltsplan – das Geld zurückzahlen muss.

So werden Ampel- und Bahnübergangsanlage ab 30. Mai erneuert, die Fertigstellung ist für Mitte Juli vorgesehen – knapp eineinviertel Jahre nach Beginn des Ampelfiaskos.

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