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Zwiebelmettwurst : Salmonellen-Verdacht: Wurst-Firma hofft auf Entwarnung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Labor-Ergebnis soll am Freitag vorliegen: Ist eine Charge der Zwiebelmettwurst aus der Firma Emil Paasch mit Salmonellen verseucht? 3,7 Kilogramm wurden verkauft. Die Firma ruft die Ware zurück.

Damendorf | Die Aufregung ist groß bei der Firma Emil Paasch Katenschinken. Am Dienstag wurde die Geschäftsleitung informiert, dass bei einem Produkt der Verdacht einer Salmonellen-Belastung besteht. So das Ergebnis einer amtlichen Beprobung. Betroffen ist die in einer 200 Gramm-Packung verkaufte frische Zwiebelmettwurst, die am 15. und 18. August mit dem Mindeshaltbarkeitsdatum vom 28. August ausgeliefert wurde. Eine entsprechende Lebensmittelwarnung findet sich auf der Internetseite des Kieler Landwirtschaftsministeriums.

Wie Anja Paasch gegenüber dem sh:z mitteilte, sei die Ware, die am 15. August in die Läden der näheren Umgebung ausgeliefert wurde, komplett wieder zurückgeholt worden. Einen Vertrieb in andere Bundesländer habe es nicht gegeben.

Würste, die am vergangenen Montag in den Handel gingen, seien teilweise verkauft worden. Insgesamt wurden 22,3 Kilogramm verkauft, davon gingen durch die Rückrufaktion bislang 18,6 Kilogramm an das Unternehmen zurück. Demnach seien insgesamt 3,7 Kilogramm verbraucht worden.

In der Eckernförder Zeitung und Landeszeitung will der Betrieb für Freitag eine Anzeige schalten, der alle Kunden vorsorglich daraufhin weist, die betroffene Zwiebelmettwurst von Emil Paasch zurückzubringen.

„Eine Erkrankung von Kunden ist bislang nicht gemeldet worden“, bestätigt Hannelore Schwarz, Leiterin des Veterinäramtes des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Auch Anja Paasch betont, dass es sich bislang lediglich um einen Verdacht handele. Daher habe der Familienbetrieb auch eine Gegenprobe entnommen. Das Ergebnis wird für Freitag erwartet.

Gerade Mettwurst und andere unbehandelte tierische Produkte seien risikobehaftet und würden regelmäßig – zumindest einzelne Chargen – amtlich überprüft, so Hannelore Schwarz gegenüber der Eckernförder Zeitung. Auch Schwarz bestätigt, dass durchaus nicht alle Würste belastet sein müssten, sondern nur die genommene Probe. Daher hofft die Familie Paasch auch auf ein anderes Ergebnis der Gegenprobe.

„Es gibt rund 2000 verschiedene Arten der Gattung Salmonella“, so Hannelore Schwarz, die vor rund zwei Jahren zuletzt einen Fall von Salmonellen im Kreisgebiet hatte. Um welchen Typ es sich in Damendorf handeln soll, konnte die Amtsleiterin noch nicht sagen. Auch die Infektionsquelle ist bislang nicht bekannt. Dabei müsse es gar nicht erst in dem 1924 von Emil Paasch gegründeten Betrieb zur Kontamination gekommen sein. „Es könne schon das gelieferte Fleisch betroffen gewesen sein“, betont Anja Paasch.

Salmonellen können fiebrigen Brechdurchfall auslösen. Kleinkinder, immungeschwächte und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Wer mit entsprechenden Symptomen den Hausarzt aufsucht und dieser einen Befall diagnostiziert, müsse das Gesundheitsamt informiert werden, so Schwarz.

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erstellt am 21.Aug.2014 | 13:31 Uhr

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