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Ostseebad Strande : Saison 2014: „Einfach nur schön“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erster Rückblick auf den Sommer von Hafenmeisterei und Touristik-Büro fällt positiv aus / Kooperation in der Region trägt Früchte

von
erstellt am 16.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Tag für Tag lichtet sich der Hafen in Strande mehr und mehr – die Segler bringen ihre Boote ins Winterlager. Hafenmeister Tobias Klüter ist „fleißig am kranen“ – untrügliches Zeichen, dass sich die Saison ihrem Ende neigt. Sowohl der Hafen, als auch der Ort waren in diesem Jahr gut besucht – Klüters Bilanz fällt, wie die von Touristik-Chef Heiko Drescher, durchweg positiv aus.

„Die Stege waren immer voll“, berichtet Klüter. Der fliegende Wechsel zwischen den Dauerliegern, die zum Urlaub auslaufen, und Wassersportlern, die Strande als Ferienziel ansteuern, habe gut funktioniert. Dänemark, Finnland und die Stockholmer Schären seien beliebte Ziele bei den Mitgliedern des Yacht Clubs Strande gewesen, weiß Takelmeister Georg Schittkowski. Ihn selbst zog es in diesem Jahr nach Polen. Bis nach Kolberg steuerte er seine „Calamar“, eine Bavaria 30. „Der Hafen ist auf einem guten Level, die Menschen sind nett und freundlich, und der Aufenthalt war billig“, fasst Schittkowski begeistert zusammen. Für sechs Tage mit drei Personen habe er gerade mal 100 Euro gezahlt. Noch mehr Seemeilen haben Peter und Heidi Wolf zurückgelegt. Mit ihrem Eigenbau „Düvel ok“ schipperten sie aus Portugal zurück in den Norden. Einen Einblick in ihre Törns im Atlantik werden sie mit einem Film geben, der voraussichtlich im März zu sehen sein wird, verrät Schittkowski.

„Einfach nur schön“ fand er den Segelsommer 2014, was Heiko Drescher, Leiter der Touristik in Strande, für die Landseite nur unterstreichen kann. „Abgesehen von ein paar Tiefdruckgebieten hatten wir von April an Sonne – bis jetzt“, blickt Drescher zurück. Neben den Urlaubern hätten die Regatten in Schilksee viele Segler in den Ort gebracht, die dort eine Unterkunft buchten. Obwohl die Zahlen noch nicht abschließend ermittelt wurden, kann er schon jetzt sagen, dass sowohl bei Ankünften, als auch bei Übernachtungen eine Steigerung zu verzeichnen ist. „2013 hatten wir 8000 Ankünfte und 18 200 Übernachtungen – das werden wir übertreffen“, sagt Drescher.

Obwohl niemand wusste, wie der Sommer ausfallen wird, wurden die Saisonstrandkarten sehr früh gekauft. Mit 54 Stück sind auch hier mehr über den Tresen der Touristik gegangen als im Vorjahr. Kostet ein Einzelbesuch am Strand 1 Euro am Tag, so kann die Saisonkarte mit 25,50 Euro, für Familien 61,30 Euro sich bei gutem Wetter durchaus lohnen. „Nichts desto trotz hat unser Strandranger immer wieder Leute angetroffen, die nicht bezahlt hatten“, berichtet Drescher. 454 Nachlösekarten hat er ausgegeben – jeweils zum Preis von 2,50 Euro.

Ungebrochen stark ist die Nachfrage ebenfalls bei den Strandkörben. Mit 312 privaten Körben gab es zwölf mehr als in der Saison 2013. Doch noch immer stehen 36 Bewerber aus Strande auf der Warteliste plus 68 Auswärtige. Bei der Aussicht, die sich vom Strand auf die Förde bietet, und den Preisen von 25 Euro für Einheimische und 50 Euro für Nicht-Strander verständlich. Dabei wird es aber wohl nicht bleiben – über eine Erhöhung im nächsten Jahr wird nachgedacht. Diese Einnahmen fließen in die Reinigung des Strandes und die Einsätze der Bauhofmitarbeiter, die unter anderem das anlandende Seegras abfahren.

Die vielfältigen Veranstaltungen hätten neben dem Wetter dafür gesorgt, dass sich die Menschen in Strande wohlfühlten, sagt Drescher. Mit 200 Teilnehmern ein großer Erfolg war für ihn das kostenlose Frühstück am Strand, das über den Ostsee Holstein Tourismus (OHT) angeboten wurde. „Die Leute waren ganz ungläubig, dass sie nur Platz nehmen brauchten“, erinnert sich Drescher, der das Angebot gern wiederholen möchte. Die Gastronomen hätten zudem sehr viel auf die Beine gestellt, merkt er anerkennend an. Nicht zuletzt habe auch die Wassersportstation am oberen Ende des Strandes zur Belebung beigetragen. Dass es die von vielen Personen lang ersehnte Möglichkeit gab, vom Strand aus aufs Wasser rauszufahren, sei auf sehr gute Resonanz gestoßen. Über eine Fortsetzung wird der Touristik ausschuss entscheiden.

Die Zusammenarbeit mit der Lokalen Tourismusorganisation (LTO) Eckernförder Bucht, zu der neben Strande das Ostseebad Eckernförde, Schwedeneck und die Hüttener Berge gehören, sei auch im zweiten Jahr sehr positiv und „auf Augenhöhe“ gelaufen, findet Drescher. „Eckernförde ist der große Partner, aber wir profitieren auf alle Fälle durch die Kooperation.“ So zum Beispiel vom Luftbildprojekt, das LTO-Geschäftsführer Stefan Borgmann für die vier Regionen auf den Weg gebracht hat. Dabei wurde die Schönheit der Gegenden aus ungewöhnlichen Perspektiven ins rechte Licht gesetzt. Mit diesen Hinguckern werde man zur nächsten Saison auf sich aufmerksam machen. Und wer die Bilder genauso gelungen findet, wie Heiko Drescher, kann sie als Postkarte verschicken oder für sich mit nach Hause nehmen.

 

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