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Heimtückische Sabotage : Sabotage auf Ascheffeler Maisfeld

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Metallteil verursacht Schaden von 75 000 Euro an Erntemaschine / Fremdkörper war offenbar vorsätzlich an einer Pflanze befestigt worden

Das war knapp. Landwirt Thorsten Ohlsen aus Ahlefeld-Bistensee spricht gar von einem „Mordanschlag“, wenn er an das Geschehen vor wenigen Tagen denkt. Nur mit Glück entgingen der Fahrer eines Maishäckslers und die Jäger auf seinem Feld schweren Verletzungen. Offenbar hatten Unbekannte auf Ohlsens Maiskoppel in Ascheffel ein Metallteil in etwa einem Meter Höhe an einen Maishalm gebunden. Als ein Fahrer des Lohnunternehmens Frahm aus Hamdorf am vergangenen Sonntag das Feld aberntete, zerstörte der Fremdkörper das Schneidwerk des Maishäckslers. Umherfliegende Teile verfehlten dabei einen Jäger in 40 Metern Entfernung nur knapp.

Als der Fremdkörper auf die Messertrommel innerhalb des Häckslers traf, war die Zerstörung nicht mehr aufzuhalten, wie Lohnunternehmer Lorenz Frahm den Vorgang beschreibt. Bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 1200 Umdrehungen in der Minute gerieten die Stahlmesser aneinander, verbogen und brachen schließlich auseinander. Die Einzelteile flogen mit großer Wucht umher. Eines davon schlug nur zwei Meter neben dem Jäger in den Boden ein. „Macht sich der Täter denn keine Gedanken darüber, dass der Fahrer oder andere Menschen auf dem Feld verletzt werden könnten?“, fragt Frahm. An seiner Landmaschine entstand ein Schaden von 75 000 Euro. Doch für Ohlsen und Frahm ist das zweitrangig. „Das war eine lebensgefährliche Aktion“, sagt Ohlsen.

Lorenz Frahm ist sich sicher, dass es sich bei dem Vorfall am vergangenen Sonntagnachmittag um einen Anschlag handelte. Der Täter habe gewusst, was für ein Metallteil seine Maschine zerstören kann. Zudem hatte ein weiterer Fahrer Frahms am folgenden Tag auf dem Nachbarfeld beim Ernten ein ähnliches Erlebnis: Erneut war ein Fremdkörper in das Schneidwerk geraten, diesmal allerdings wurde es rechtzeitig entdeckt. Laut Frahm muss es sich dabei um ein Bauteil von der Hydraulik eines Baggers oder einer anderen Baumaschine handeln. Es ist etwa zwölf mal zwölf Zentimeter groß, weist ein Gewinde auf und war mit einem Kabelbinder an einer Maispflanze befestigt. Die Spuren weisen dem Lohnunternehmer zufolge darauf hin, dass es sich um das gleiche Material handelt wie bei dem Fremdkörper, der am Sonntag das Schneidwerk zerstörte. Er hat nun eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen.

Wer die Sabotageaktion auf dem Maisfeld verübt haben könnte, können sich die Landwirte und auch die Polizei nicht erklären. Mögliche Spuren werden laut Polizei meist bei der Ernte durch die Maschinen verwischt. Die Ascheffeler Beamten ermitteln wegen Sachbeschädigung und fragen, wer zur Tatzeit oder davor bei den Maiskoppeln verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Hinweise nehmen sie unter der Rufnummer 04353/410 entgegen.

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erstellt am 12.Okt.2014 | 10:27 Uhr

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