Russische Gäste danken Eckernförde

Die russischen Gäste aus Tscheljabinsk mit ihren Gastgebern und Förderern nach ihrer Abschiedsfeier.                    Foto: Mehl
Die russischen Gäste aus Tscheljabinsk mit ihren Gastgebern und Förderern nach ihrer Abschiedsfeier. Foto: Mehl

Junge Studenten loben die Freundlichkeit und Offenheit der Eckernförder

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13. Juni 2012, 03:59 Uhr

Eckernförde | Zwei Wochen lang haben acht Studenten der Staatlichen Universität Tscheljabinsk ein "interkulturelles" Seminar in der Ostseestadt absolviert (wir berichteten). Geleitet von den Germanistik-Dozentinnen Dr. Adelina Salakhova und Dr. Natasha Kusnezowa haben sie in Eckernförde bestimmte Themen analysiert: Erziehungswesen, Umweltarbeit, Touristik, Stadtverschönerung. Bewusst hatte der Besuch aus der Millionenstadt im Südural das kleine Ostseebad ausgewählt, weil alles überschaubar und bürgernah ist. Weiterer Grund: Der Besuch der Eckernförder Dr. Heinrich Mehl (mehrfach als Dozent des Bonner "Senior Expert Service") und Helmut Cramer (2010 als Rotarier) in der Industriestadt am Südural und die bestehenden guten Kontakte zwischen Eckernförde und Tscheljabinsk sowie der Staatlichen Universität pflegen.

Mit einem "Russischen Abend" haben die Gäste und die sie betreuenden Eckernförder am vergangenen Freitag den Abschluss des Seminars gefeiert. Die Studenten erhielten dabei ein von Bürgermeister Jörg Sibbel unterzeichnetes Zeugnis über die umfangreiche Recherche-Arbeit in der Ostseestadt. Die sieben Studentinnen und Mischa, der einzige Student, möchten Eckernförde ausdrücklich dafür danken, dass sie so gut aufgenommen wurden, dass sie hospitieren, befragen und diskutieren konnten. Besonders glücklich war die russische Abordnung über die Bereitschaft der Ämter, sie ausführlich zu informieren und ganz praktisch auch teilhaben zu lassen: Schulleiterin Jutta Johannsen und weitere Lehrer der Jungmann-Schule stellten die Arbeit mit Schülern vor, Michael Packschies führte zu Standorten der Umweltarbeit, Jürgen Simon erläuterte in der Stadtbücherei, was die Deutschen heute lesen, die Zeitungen öffneten ihre Redaktionsräume, Nadine Förtsch machte mit der Jugend-, Kultur- und Medienwerkstatt "Das Haus" bekannt, AnnettLimp mit der Organisation von !Via. Die russischen Gäste erlebten die ehrenamtliche Arbeit der Heimatgemeinschaft Eckernförde (es führte Thomas Becker), die vielfältigen Aufgaben der Eckernförder Touristik sowie eine Sitzung des Rotary Club Eckernförde wie auch der Dostojewski-Gesellschaft. In Maria Reichenbergers Galerie "Bildschön" durften sie mit Öl malen, in St. Nicolai die Kunstschätze besichtigen (es führte Erhard Seredszus). Abstecher führten nach Kiel und seine Universität sowie nach Schloss Louisenlund, wo sie von Gräfin Knyphausen und Dr. Rolf Wenzel durch Schule und Internat geführt und von Kerstin Thomsen betreut wurden.

Die Gäste aus Tscheljabinsk, am Rande Sibiriens gelegen, konnte das kalte Wetter Ende Mai/Anfang Juni nicht schrecken. Dafür bestaunten sie die wundervollen Blumenrabatten im Bild der Stadt, den hohen Grad an Ehrenamtlichkeit, die vielen Hilfsorganisationen sowie die "perfekte Müllabfuhr". Sie betonen, dass sie viel gelernt hätten und dies in ihrer Heimat weitergeben werden.

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