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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 05:12 Uhr

Rund um Jagel wird es lauter

vom

Aufklärungsgeschwader 51 kündigt Erhöhung der Flugstunden an / Umlandgemeinden und Luftwaffe betonen gute Zusammenarbeit

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Jagel/Hüttener Berge | Des einen Freud, des anderen Leid: So könnte man wohl das Ergebnis der Fluglärmkommission 2013, zu der das Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" alljährlich die Vertreter der Gemeinden und Ämter rund um den Jageler Fliegerhorst einlädt, zusammenfassen. Denn unter dem Strich wird es dort im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Flugbewegungen geben. "Was zwar die Anwohner wurmen wird, "für uns aber dringend nötig war", wie Oberstleutnant Roland Beyer, Kommandeur der Fliegenden Gruppe, betonte.

Standen dem Geschwader im vergangenen Jahr noch insgesamt 2387 Flugstunden zur Verfügung, wird in diesem Jahr mit 3900 gerechnet. Da darin jedoch ebenfalls jeweils die Flüge mit eingerechnet sind, die etwa bei Übungen an anderen Standorten geflogen werden, liegen die konkreten Zahlen bei Flügen (jeweils Start und Landung) am Flugplatz Jagel bei 544 für 2012 und 1850 für dieses Jahr. "Auf einzelne Flugtage umgerechnet bedeutet der Anstieg vier Starts und Landungen mehr", rechnete Beyer vor und erinnerte daran, dass er bereits 2012 den stetigen Verlust an Flugstunden für das Geschwader beklagte. "Wir mussten sogar fliegendes Personal abziehen, weil wir nicht genügend Flugstunden für alle hatten. Es war dringend notwendig, dass sich etwas ändert", betonte Beyer und verwies auch auf die zusätzlichen Aufgaben, die das Geschwader nach der Schließung des Tornado-Standortes im bayerischen Lechfeld übernommen hat, und das erweiterte Personal. "Es ist gut, dass wir jetzt mehr Flugstunden zur Verfügung haben. Auch wenn wir noch weit unter den Zahlen von vor 2010 liegen. 8000 Stunden, wie im Jahr 2006, werden wir nie wieder bekommen", meinte Beyer.

So schienen am Ende der Fluglärmkommission alle Beteiligten zufrieden und Fahrdorfs Bürgermeister Frank Ameis sprach dem Geschwader mit Blick auf die Arbeit vor Ort ein Lob aus. "Wir sind stolz auf euch und froh, dass ihr da seid", meinte er und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und Umlandgemeinden. Auch Oberstleutnant Josef Ehrenreich, als Vertreter des in Afghanistan weilenden Kommodore Hans-Jürgen Knittlmeier erstmals Gastgeber der Fluglärmkommission, betonte "das hervorragende Miteinander". Ob die nächste Fluglärmkommission allerdings ebenso harmonisch verläuft, muss sich indes erst zeigen. Denn nach der Kommunalwahl wird es unter anderem in Borgwedel, Dannewerk, Jagel, Lottorf, Schaalby und später eventuell auch in Schleswig (es war diesmal kein Vertreter der Stadt anwesend) neue Bürgermeister geben. Eine Zäsur auch für das AG 51.

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