Koseler Schießen für Vereine und verbände : Ruhige Hand für viele Ringe

Scharfes Auge, ruhige Hand: Wehrführer Marco Wolfmüller legt an und hofft auf viele Ringe für sein Team
Scharfes Auge, ruhige Hand: Wehrführer Marco Wolfmüller legt an und hofft auf viele Ringe für sein Team

16 Mannschaften beteiligen sich am 40. Vergleichsschießen der Kyffhäuser Kosel. Koseler Jäger holen sich den Sieg.

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06. November 2018, 14:27 Uhr

Schießen und schnacken, das hatte vor 61 Jahren ein paar Koseler Schützen zusammenfinden und die Kyffhäuser Kameradschaft Kosel gründen lassen. Und weil „dieser kleine Haufen“ – wie die heutige Vereinsvorsitzende Rebecca Wurm launig formulierte – sich im Schießen auch mit anderen messen wollte, rief der Verein vor 40 Jahren das Koseler Vergleichsschießen ins Leben. Im Jubiläumsjahr dieses Wettbewerbes trafen sich nun Vertreter von 16 Vereinen, um den Siegerpokal auf’s Korn zu nehmen.

Bereits vom frühen Sonntagmorgen an maßen sich die Schützen auf den zwei 50-Meter-Bahnen im Wettkampf. Geschossen wurde mit dem Kleinkalibergewehr, sitzend und das Gewehr auf einen Sandsack aufgelegt. Fünf Schuss, eine ruhige Hand und ein scharfes Auge mussten genügen, um möglichst viele Ringe zu holen.

Daneben konnten sich die Gäste auch im Glücksschießen messen, knobeln und schätzen, wie viele Patronenhülsen sich in einem Glas befanden. Es waren 2435 und die Schätzungen lagen zwischen 416 und 6200. Die spätere Siegerin Hannelore Dreesen lag bis auf zehn Patronen richtig.

Zur Unterhaltung gab es Kaffee und Kuchen und es wurde ein Film zeigte, wie die Vereinsmitglieder 1984 ihre beiden Schießanlagen bauten. Das weckte Erinnerungen besonders bei den langjährigen Vereinsmitgliedern. Im Verein war über die Jahre vieles in Eigeninitiative entstanden, aus der winzigen Baracke ein großes Vereinsheim geworden. Vereinsvorsitzende Rebecca Wurm ist zu jung für diese Zeit, auch wenn sie schon lange zu den Schützen gehört. „Als ich zehn Jahre war, nahm mich meine Großmutter mal mit zur Kyffhäuser Kameradschaft. Das gefiel mir so gut, dass ich dabei blieb.“ Das war vor 21 Jahren ihr Einstieg in die Kindergilde. Heute zählt der Verein mehr als 50 Mitglieder im Altbund und 15 Jugendliche in der Jugend. „Es wäre schön, wenn wir noch mehr junge Mitglieder hätten“, wünschte sich Rebecca Wurm, denn die Junioren schießen nicht nur, sie unternehmen auch eine Menge, wie Alina Lorenz (15) und Lauren Mumm (16) versicherten.

Als Sieger des Vergleichsschießens wurde die Mannschaft der Jäger Kosel (179 Ringe) gefeiert. Die Schützengilde Bohnert belegte den zweiten Platz (178) und die Kyffhäuser Jugend schlug mit dem dritten Platz (178) die Altgarde, die mit 176 Ringen Platz 5 errang. Das Glücksschießen gewann Hans-Wilhelm Siemen, Beste im Knobeln war Finja Wagner.

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