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Bogensport : Ruhe und Kraft finden mit Pfeil und Bogen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Brigitte Gottuk ist neue Leiterin der Bogensparte im SV Kochendorf / Hüttener Berge Turnier am 9. Oktober.

von
erstellt am 27.Feb.2016 | 06:11 Uhr

Windeby | Wenn Brigitte Gottuk einen anstrengenden Tag auch gut auf dem Sofa Zuhause beenden könnte, dann greift sie sich lieber Pfeil und Bogen und trainiert. „Nach zwei Stunden Bogenschießen bin ich innerlich erholt, absolut geerdet“, sagt sie. Brigitte Gottuk ist die neue Spartenleiterin der Bogenschieß-Sparte des SV Kochendorf, seit April übt sie den Umgang mit dem Sportgerät. Nach dem Tod von Achim König übernahm die Pastorin den Posten und vertritt die Bogenschützen bei den Vorstandssitzungen. Sie ist eine von gut zehn Sportlern, die sich regelmäßig im Clubheim des Vereins oder auf dem Sportplatz in Frohsein treffen. Auch Andreas Günther ist seit Spartengründung vor rund zwei Jahren dabei. Den 52 Jahre alten Unternehmensberater fasziniert die Konzentration, die für den Sport notwendig ist. „Du schaltest bei dem archaischen Sport ab, tauchst ganz ein, vergisst das Drumherum“, erzählt er.

Geschossen wird im Verein entweder auf Scheibe oder auf 3D-Tiere. Wildschwein, Luchs, Hase, Vielfraß und sogar einen Dodo, einen mittlerweile ausgestorbenen Vogel, gibt es als Zielfiguren. Aus einer Entfernung zwischen fünf und 60 Metern müssen sie getroffen werden. Die lebensgroßen Tierattrappen haben auf ihrem weichen Kunststoffkörper eine Zielscheibe aufgezeichnet.

Beim SV Kochendorf setzt man auf das traditionelle Bogenschießen, das heißt die Geräte sind keine High-Tech-Sportgeräte mit viel Zubehör, sondern einfache Konstruktionen. Volker Wegner nimmt regelmäßig an Turnieren teil, fast jedes Wochenende ist er in Schleswig-Holstein unterwegs, um sich mit anderen Schützen zu messen. „Die Gastgeber achten auf schöne Regionen, man ist in der Natur“, sagt er.

„Das Bogenschießen ist ein Sport für alle Generationen“, sagt Brigitte Gottuk. Der älteste in der Sparte ist 79, der jüngste 11. „Acht Jahre sollte man sein, um mitzumachen“, sagt Volker Born. Das Training ist immer sonnabends von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 17.30 bis 19.30 Uhr.

Infos Volker Born unter 04351/73  43  87  3. Seinen eigenen Bogen muss man nicht mitbringen.

Am Sonntag, 9. Oktober, wollen die Kochendorfer zu einem Turnier in die Hüttener Berge einladen, das sie gemeinsam mit dem TSV Selt und Altmühl Bogensport anbieten. Das erste Bogenturnier Hüttener Berge. „Wir werden etwa 30 Tierattrappen aufstellen“, sagt Ulf Krieger. Die Landesforsten unterstützen das Vorhaben und stellen auch das Zentrum der Waldjugend für die Schützen zur Verfügung. Die Teilnehmer werden dann auf die Tiere, die in unbekannten Distanzen im Wald verteilt stehen von einem festgelegten Abschusspunkt schießen. Dabei werden die Tiere nicht immer gleich zu sehen sein, sondern auch etwas versteckt aufgestellt werden. Auf der Homepage des Vereins svkochendorf.com wird das Turnier in Kürze angekündigt werden.


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