Jubiläum in Damendorf : Rückblick zum Geburtstag

Einen Vogelkasten baute Thies gemeinsam mit Christian Günter zusammen.
1 von 3
Einen Vogelkasten baute Thies gemeinsam mit Christian Günter zusammen.

Damendorf feiert 500-jähriges Gemeindejubiläum mit Feierstunde, Kinderspielen und mehr

shz.de von
19. August 2018, 17:56 Uhr

In Damendorf gab es einmal eine Schweinegilde. Diese wurde gegründet als Versicherung gegen den Verlust eines Schweins. 1733 wurde die Knochenbruchgilde gegründet. Sie existiert noch heute und ist Damendorfs ältester Verein. 1909 wurde die Feuerwehr aus der Taufe gehoben, der Sportverein im Jahr 1946, zwei Jahre später kam das DRK dazu, ebenso die Siedlergemeinschaft. 1979 wurde die Volkstanz- und Trachtengruppe gegründet. All das und noch mehr hatte Hans Nielsen über die Geschichte Damendorfs herausgefunden. Als die Gemeinde am Wochenende ihr 500-Jähriges Bestehen feierte, gab er einen Rückblick auf die vergangenen fünf Jahrhunderte. So erzählte er auch, dass Damendorf im Jahr 1518 von Anna von der Wisch an Herzog Friedrich I. von Gottorf verkauft wurde und dies das erste Mal sei, dass Damendorf urkundlich erwähnt wurde. Aber: „Damendorf ist viel älter“, sagte der Dorfchronist. Die Moorleichen – und davon wurden in der Gemeinde einige gefunden – stammen aus der Eisenzeit.

In der Gemeinde gab es früher einen Schuster, zwei Schneider, mehrere Webereien, zwei Kaufmannsläden und eine Stellmacherei. Die Gaststätte schloss 1997 ihre Türen.

Nach dem Vortrag begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Hans Ulrich neben zahlreichen Gästen auch die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, den Vorsitzenden des Naturparkvereins Hüttener Berge, Hans-Claus Schnack, sowie den stellvertretenden Kreispräsidenten Holger N. Koch. Außerdem trat die Volkstanz- und Tachtengruppe auf, und es wurden alte Fotos gezeigt.

Rund 20 Menschen waren im Organisationsteam. „Das Jubiläum wird ausgiebig gefeiert“, betonte Martin Günter sicher. Zusammen mit Andreas Brethack ist er Festausschussvorsitzender. „Das ganze Dorf feiert zusammen“, berichtete er und fügte hinzu, dass es kein Problem sei, Mitstreiter zu finden.

Passend zum Dorfjubiläum hatte die Damendorfer Bäckerei ein Brot aus alten Getreidesorten gebacken, das beim Dorffest verkauft wurde. Unter anderem enthält der Teig Einkorn, Emmer und Waldstaudenroggen. „Es ist kein Weizen drin, weil es das früher noch nicht gab“, sagte Bäckereichefin Anja Clausen. Auch nach dem Fest soll das Brot erst mal ins Sortiment aufgenommen werden.

Am Nachmittag standen Kinderspielen sowie Kaffee und Kuchen auf der Tagesordnung, abends klang der Tag mit einem gemütlichen Beisammensein aus. Christian Günter gefiel das Fest. Er treffe hier viele Menschen, die er sonst nicht so oft sehe, sagte er. Der Damendorfer packte am Wochenende auch mit an. „Das Fest lebt davon, dass Freiwillige mithelfen.“

Auch Martin Günter war zufrieden und sprach von einem „super Fest“: „Es war gut besucht“, bilanzierte er.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen