Rückblick auf ereignisreiche Jahre

Zeigten auf der Jubiläumsfeier ihre Tänze: Die Mitglieder des DRK-Tanzkreises unter der Leitung von Petra Probst. Foto: Smit
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Zeigten auf der Jubiläumsfeier ihre Tänze: Die Mitglieder des DRK-Tanzkreises unter der Leitung von Petra Probst. Foto: Smit

"60 Jahre Frauenpower" - so umriss Bürgermeister Ernst Heinrich Staack die Arbeit des Ortsvereins, der - über all die Jahren ausschließlich von Frauen geleitet - am Freitag mit rund 50 Gästen seinen runden Geburtstag feiern konnte.

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20. April 2009, 10:08 Uhr

Osdorf | "Die Arbeit hat sich in den sechs Jahrzehnten sehr verändert", erinnerte Staack an die schwierige Zeit nach dem Krieg, in der die Heimkehrerversorgung, die Vorbeugung von Krankheiten wie Rachitis und die Lebertranausgabe einen hohen Stellenwert hatten. Der Wohltätigkeitsverein habe sich den Strukturen der Gemeinde stets angepasst und die konstante Mitgliederzahl von rund 200 sei eine stolze Bilanz.

Karin Büchler überbrachte die Glückwünsche des Kreisverbands: "In Osdorf wird sehr im Sinne des Deutschen Roten Kreuzes gearbeitet", sagte sie und lobte vor allem die generationsübergreifende Arbeit des Ortsvereins. Die griff auch die Vorsitzende Marlena Schäfe in ihrem Rückblick auf. Als sie vor gut vier Jahren den Vorsitz übernahm, hatte sie die Idee, die verschiedenen Generationen der Gemeinde einander vorzustellen und näherzubringen. Unter dem etwas technischen Namen "Verknüpfung im sozialen Netzwerk" verberge sich ein "Super-Projekt", so Schäfe.

Insgesamt mehr als 26 Aktionen, wie Nachmittage für Jung und Alt, verschiedene gemeinsame Ausflüge zum Beerenpflücken, Backfisch essen und Grillabende hätten allen Beteiligten viel Spaß und interessante Erfahrungen gebracht.

Weiter zurück blickte Ehrenvorsitzende Ilse Ohms, die von 1963 bis 1974 den Vorsitz innehatte. Sie berichtete von der Aufführung einer heiteren Fernsehshow, an die sich offenbar noch viele der Gäste lebhaft erinnerten. Auch Ingrid Schnoor, die den Ortsverein von 1986 bis 1997 leitete, frischte die Erinnerung an die Drei-Tages-Fahrten auf, die ins Sauerland, die Rhön, nach Wolfsburg, Fulda, Aurich und in viele andere Gegenden führte. "Diese Jahre haben uns sehr zusammengeschweißt", sagte Schnoor.

Das einzige Gründungs- mitglied, das am Freitag mitfeierte, war Marga Logaida. "Osdorf war 1949 noch sehr klein", erinnerte sich die 86-jährige Mutter von sieben Kindern. Das Leben sei bescheiden gewesen, aber man habe auch viel Spaß gehabt. "Für die Kinder haben wir mal Pakete aus Schweden und Dänemark bekommen", berichtete sie.

Weitere Unterhaltung für die Gäste gab es durch die Darbietungen des Sing- und des Tanzkreises. Stellwände, zahlreiche Fotoalben und Zeitungsartikel vermittelten einen Einblick in die Arbeit und Vergnügungen des Osdorfer Ortsverein aus den sechs Jahrzehnten.

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