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Anrudern : Ruderstart bei Kaiserwetter: In Kiellinie in den Hafen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beste Bedingungen fürs Anrudern beim Eckernförder Ruderclub: Viel Sonne, wenig Wind. Auszeichnung für Uwe Schumacher: Der 75-Jährige brachte es im vergangenen Jahr auf 2745 Ruder-Kilometer.

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erstellt am 20.Apr.2015 | 06:13 Uhr

Eckernförde | Einen Auftakt nach Maß erwischten die Sportler des Eckernförder Ruderclub gestern beim Anrudern auf der Eckernförder Bucht: Bei strahlendem Sonnenschein, einer nur leicht gekräuselten See bei leichtem Ostwind, immerhin schon zehn Grad Wassertemperatur sowie einer belebten Strandpromenade konnten sich die Ruderer erstmals in diesem Jahr wieder richtig in die Riemen beziehungsweise Skulls legen. Vom vereinseigenen Ruderclub am Dang – der Erbpachtvertrag läuft noch bis 2078 – ging es zur Seelustbrücke und in Geschwaderfahrt in Kiellinie – die kleinen Boote vorweg – in den Hafen und wieder zurück. Gerade richtig zum Aufwärmen und den ersten kleinen Ausflug auf der Ostsee mit anschließendem Essen im Clubhaus.

Vorsitzender Jürgen Marquardsen begrüßte die an diesem Tag 20-köpfige Rudergesellschaft vor der Bootshalle und ließ es sich nicht nehmen, die Ruderer mit der höchsten Kilometerleistung mit dem Fahrtenabzeichen zu ehren. Allen voran Uwe Schumacher. Der 75-Jährige hat es im vergangenen Jahr auf eine Gesamtstrecke von 2745 Kilometern gebracht. Da er auch in Rendsburg auf dem Kanal und im Kieler Hafen rudert, entfallen zwar nicht alle geruderten Kilometer auf sein heimisches Revier, was die eindrucksvolle Gesamtleistung keinesfalls schmälert. Für Schumacher ist es bereits das 11. Fahrtenabzeichen. Bei den Damen brachte es Nathalie Wagner auf 1562 Ruderkilometer; sie lag damit ebenfalls ganz weit vorn. Die Eckernförder Ruderin ist seit 1990 im Club und errang das Fahrtenabzeichen zum fünften Mal. Die weiteren Abzeichen gingen an Maike Lehmann (856 Kilometer) und Petra Krellmann (847) bei den Damen sowie Hartwig Deimel (965) und Kurt Radtke (648) bei den Herren. Eine weitere Auszeichnung gab es für Christof Kluge, der seit 20 Jahren ERC-Mitglied ist.

Sechs Boote – die Vierer „Ringelnatter“ und „Schleswig-Holstein“, der Dreier „Freitag“, die Zweier „Eider“ und „Treene“ sowie der Einer „Stint“ – wurden dann über die von den Läufern des Stadtlaufs und zahlreichen Besuchern bevölkerten Strandpromenade in die 20 Meter entfernte Ostsee getragen und klargemacht. Die ersten Züge, und die Boote entfernten sich schnell gen Süden zur Seelustbrücke.

Der 1924 gegründete ERC hat derzeit 120 Mitglieder und betreibt das Rudern bis auf wenige Ausnahmen wie beispielsweise Max Kobow als – allerdings ambitionierten – Breitensport. Entsprechend bestückt ist auch der Ruderkalender. Am 3. Mai geht’s zum Weser-Marathon – 135 Kilometer von Hannoversch-Münden nach Hameln. Ein Tagestripp auf der Weser , der um 6 Uhr beginnt und gegen 17 Uhr endet. Zu Pfingsten steht die Ruderfahrt in Plau am See auf dem Programm und am 1. August fordert der alljährliche Härtetest auf den 80 Kilometern von Schleswig nach Eckernförde die volle Kraft und Kondition der Ruderer. Bei den Heringstage in Kappeln stellt der ERC das Team Eckernförde beim Kutterrace, im Sommer steht eine Ruderwanderfahrt in Holland auf dem Kalender und es geht auf die Spree und die Havel. Für die Ostsee-gestählten Ruderer besonders entspannende Touren in schöner Umgebung.

Jürgen Marquardsen schätzt wie wohl auch die übrigen Clubmitglieder neben den gesundheitlichen Vorzügen des Ruderns vor allem den familiären Charakter. Beim ERC sitzen Anfänger ab elf Jahren mit erfahrenen Ruderern jenseits der 70 sowie Frauen und Männer gemeinsam in einem Boot.

Wer sich für den Rudersport interessiert und erste Erfahrungen sammeln möchte, kann sich für den Anfängerkurs anmelden, der am 30. Mai beginnt und an drei Wochenenden stattfindet. Anmeldungen nimmt Ruderwartin Maike Lehmann ab sofort unter Telefon 04351/ 726384 entgegen.

 

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