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DRK-Kreisverband Rendsburg-Eckernförde : Rotes Kreuz: Offensive für die Erste Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

DRK will kostenlose und kürzere Auffrischungskurse anbieten / Keine Einbußen bei Altkleiderentsorgung trotz AWR-Konkurrenz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will kostenlose und kürzere Erste-Hilfe-Kurse anbieten. Das machte Inge Schade, Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Rendsburg-Eckernförde, jetzt während der Kreisversammlung in Rendsburg deutlich. Die Kurse sind als Auffrischung gedacht und sollen aus Erlösen der Altkleidersammlung finanziert werden. Dort verzeichnet der Kreisverband keine Einbußen, obwohl ihm von der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (AWR) 23 Stellplätze für Altkleidercontainer gekündigt worden waren (wir berichteten). Grund für die Ersthelfer-Offensive sind Untersuchungen des DRK und der Automobilverbände, nach denen das einmal erworbene Erste-Hilfe-Wissen schnell verfalle. „Viele haben Versagensängste und befürchten, etwas falsch zu machen“, sagte Inge Schade.

Ziel sei es nun, neue Ausbilder zu gewinnen, so dass in jedem zweiten Jahr Auffrischungskurse angeboten werden können. „Kostenlos für Jedermann.“ Finanziert werden soll die Ausbildung aus den Überschüssen der Altkleidersammlungen. 30 000 Euro will der Kreisverband als Anschubfinanzierung für die Ausbildungsinitiative zur Verfügung stellen, die im kommenden Frühjahr starten soll. Die Inhalte der Kurse sollen komprimiert werden, damit nach neun Unterrichtsstunden eine Bescheinigung über die erfolgreichen Teilnahme ausgestellt werden kann. Jetzt sucht der DRK-Kreisverband Interessenten ab 18 Jahren, die sich als Kursleiter ausbilden lassen wollen.

Inge Schade zeigte sich erleichtert darüber, dass die Kontroverse mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft über das Aufstellen von Altkleidercontainern beigelegt ist. Auslöser war das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz vom 1. Juni 2012, wonach öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger allein für alle Abfälle zuständig sind. Eine Ausnahmegenehmigung wegen des karitativen Zwecks der DRK-Sammlung war vom Kreis als Träger der AWR zunächst nicht akzeptiert worden. Nach einer Anpassung der Verträge zwischen dem DRK und dessen für die Sammlung zuständigen Partnerfirma zog der Kreis vor einem Jahr seine Klage zurück.

Bis dahin waren dem DRK bereits 23 Stellplätze auf den AWR-Betriebshöfen im Kreis gekündigt worden. Inzwischen habe sich jedoch herausgestellt, dass das nicht zu einer Abnahme der Kleidermenge geführt habe, sagte Inge Schade. Die Menge sei annähernd gleich geblieben. „Selbst wenn ein AWR-Container direkt daneben steht“, so Schade.

Im Kreisgebiet sind derzeit 186 Altkleider-Container des DRK aufgestellt. Darin kommen jährlich 800 Tonnen Textilien und Schuhe zusammen, belegten Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Für die Organisation machen die Erlöse daraus etwa 40 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Das sind etwa 36 000 Euro.

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erstellt am 04.Nov.2014 | 06:43 Uhr

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