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Spendenaufruf : Rotes Kreuz braucht dringend Finanzspritze für den Neubau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bislang nur geringe Spendenbeteiligung für den Neubau der DRK-Fahrzeughalle im Rosseer Weg.

„Die Situation ist prekär“, bringt es Wolfgang Bachor, 1. Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Eckernförde, auf den Punkt. „Wir wollen eigentlich Dinge befeuern, die Menschen helfen und keine Halle bauen.“ Doch die derzeitige Situation sei nicht mehr tragbar und die neue Fahrzeughalle zwingend notwendig. Im vergangenen Jahr musste das DRK wie berichtet die bisherigen Räumlichkeiten auf dem Gelände der Preußer-Kaserne räumen. Seither ist die Unterbringung von Kleiderkammer und Fahrzeugen provisorisch.

Der Weg für den Neubau einer Fahrzeughalle im Rosseer Weg, die auch Platz für die Bereitschaft bieten soll, wurde im Januar auf einer außerordentlichen Versammlung durch einen einstimmigen Mitgliederentscheid geebnet. Einzig die Finanzierung steht noch auf wackeligen Beinen. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 200  000 Euro, davon sollen 70  000 Euro aus Eigenmitteln und 30  000 Euro aus Spenden und Zuschüssen finanziert werden. Für die verbleibenden 100  000 Euro muss der DRK ein Darlehen aufnehmen. Um den Darlehensanteil möglichst gering zu halten, hofft der Ortsverein auf eine möglichst hohe Spendenbeteiligung.

Für den laufenden Betrieb – wie etwa die Miete für die Fahrzeugunterstellung – erhält das DRK-Eckernförde Zuschüsse von Land und Kreis, die zuständig für den Katastrophenschutz sind. Die Übernahme der Miete haben sie dem Ortsverein bereits zugesichert. Insgesamt 3492 Euro im Monat, mit denen das DRK das Darlehen tilgen könne, so Bachor. „Für Infrastruktur bekommen wir aber keine müde Mark.“ Ein Brief an den Innenminister, mit der Bitte, darüber hinaus Zuschüsse zu gewähren, ist unterwegs, eine mündliche Absage bekam Bachor jedoch bereits.

Bis Ende des Jahres, so hofft Bachor, soll die Summe eingesammelt sein. Bei einer Spendenaktion in der Kieler Straße im Februar kamen 313 Euro zusammen. Weitere Aktionen sind zwar in Planung, doch die Aussichten sind düster. Die Rechnung ist einfach: Eckernförde hat rund 10  000 Haushalte, würde jeder Haushalt zehn Euro spenden, wären 100  000 Euro schnell gesammelt.

5000 Stunden hat die DRK-Bereitschaft im vergangenen Jahr ehrenamtlich Dienst am Bürger geleistet. 1000 Arbeitsstunden sind es schon in diesem Jahr. Die Bereitschaft rückt aus, um Einsatzkräfte und Betroffene vor Ort zu versorgen – Helfer in der zweiten Reihe.

Freiwilligkeit ist einer der Grundsätze des DRK. „In der Öffentlichkeit wird unsere Arbeit oft nicht als Ehrenamt verstanden. Viele denken, dass wir das hauptberuflich machen“, sagt Bereitschaftsleiter Stefan Behrendt. „Die Übergangslösung ist eine Zumutung.“ Umso wichtiger sei es, dass die Summe schnell zusammenkommt, damit die Helfer ihren Aufgaben gerecht werden.

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erstellt am 24.Mär.2015 | 06:35 Uhr

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