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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 14:34 Uhr

Ehrenmedaille : Roter Teppich für das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jahresempfang mit 120 Gästen aus Altenholz und dem Umland im Ratssaal bildet Rahmen für Verleihung der Ehrenmedaillen an verdiente Bürger

von
erstellt am 06.Sep.2014 | 06:09 Uhr

So voll sei der Ratssaal lange nicht gewesen – 120 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) am Donnerstagabend zum Jahresempfang. Darunter auch Gäste aus der Partnerstadt Châteaurenard, die gern gekommen waren, um der traditionell mit dem Empfang verbundenen Auszeichnung von Bürgern für herausragende Verdienste im Ehrenamt beizuwohnen.

Es sei ihm eine große Ehre, seine Heimatstadt zu vertreten, teilte Joseph Alex, Präsident des Städtepartnerschaftskomitees in Châteaurenard, mit. Man sei stolz darauf, mehr als 20 Jahre freundschaftlich miteinander verbunden zu sein, betonte Alex und gestand, trotz der regelmäßigen Begegnungen noch immer kein Deutsch sprechen zu können. „Aber das ist auch nicht nötig, weil das Herz für uns spricht“, sagte Alex.

Ein „enges und freundschaftliches Verhältnis“ mit der Gemeinde Altenholz bescheinigte auch Robert Vollborn, erster stellvertretender Stadtpräsident, für die Landeshauptstadt Kiel. Und das solle auch so bleiben, sagte Vollborn weiter und spielte auf das Wachstum der Stadt, insbesondere mit Blick auf das Gelände der abgezogenen Marineflieger zwischen Friedrichsort und Holtenau an. „Die Stadt kann es kaum erwarten, das große Gelände zu vereinnahmen – es fehlt in Kiel an Wohnungen, Gewerbe und Arbeitsplätzen“, machte Vollborn deutlich. Dafür müsse man sich die Fläche genau ansehen – zusammen mit den Nachbargemeinden.

Nicht die Ellenbogen, sondern Herz und Verstand seien der wichtigste Körperteil – das bewiesen die ehrenamtlich Tätigen jeden Tag aufs Neue, erklärte Bürgervorsteher Wolfgang Weiß, der im übertragenen Sinne am Donnerstagabend den roten Teppich für vier Bürger der Gemeinde (EZ vom 2.9.) ausrollte. Zahlreichen Menschen hatte er in seiner Zeit als Bürgervorsteher die Ehrenmedaille verliehen – am Donnerstagabend war es an Dr. Volker Clauß, sie entgegenzunehmen. „Ich bin dankbar, dass die Gemeinde meine Arbeit würdigt, ich nehme die Medaille gern in Empfang, und ich freue mich, dass sie mir als Vertreter des politischen Ehrenamts verliehen wird“, sagte Clauß. Sein Leben lang habe er dafür geworben, hob er hervor. Doch sei es schwierig gewesen, Menschen zu gewinnen. „Mit einem sozialen Engagement ist man immer auf der richtigen Seite, mit einem politischen Engagement nicht immer“, machte Clauß deutlich und teilte mit, dass er die Medaille als Anerkennung für alle im politischen Ehrenamt Tätigen verstehe.

Marianne Lubner war vier Wahlperioden im Seniorenbeirat aktiv und engagiert sich nach wie vor als Grüne Dame für die Bewohner des Seniorenzentrums. Sie nutzte den Jahresempfang, um für ihre Ehrenamt zu werben – der Kreis der Grünen Damen braucht Verstärkung. Ganz dringend sucht sie einen Schachspieler für einen 93-Jährigen, Interessenten mögen sich bei ihr melden.

Mit Winfried Oppenhoff und Hildegard Schaper würdigte Weiß zwei „Multitalente“. Während sich Oppenhoff als wählbarer Bürger für die FDP in verschiedenen Gremien der Gemeinde einbrachte, aber vor allem für den DRK-Ortsverein vorbildliche Unterstützung geleistet habe, war es bei Hildegard Schaper neben der Mitarbeit in der Gemeindevertretung die Arbeiterwohlfahrt Altenholz, die sie vor 42 Jahren mit begründete und seither aktiv begleitet. Sowohl Oppenhoff als auch Schaper versprachen ihren Herzens-Organisationen, ihnen auch in Zukunft noch weiter zur Seite zu stehen.

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