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Oldtimertag : Rollende Schätze, die begeistern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Oldtimertag mit über 250 Fahrzeugen in Gettorf. Der ehemalige Speedwayfahrer Egon Müller moderierte das Treffen der Oldies

Auf Hochglanz polierte Karossen blitzen in der Sonne: Über 250 Pkw, Lkw, Busse, Motorräder historische Traktoren und Landmaschinen mit Sammlerwert waren gestern anlässlich des sechsten Oldtimertags im Gettorfer Tierpark zu sehen. Darunter sorgsam restaurierte automobile Schönheiten wie Mercedes Cabriolet, Jaguar MK, Ford Mustang, MG aber auch Legenden wie den VW-Käfer oder der Citroën 2CV, Wartburg, Trabbi oder der Kabinenroller Isetta.

„Wir freuen uns, dass wieder so viele tolle Autos das sind“, sagt Tierparkmitinhaberin Monika Prall. „Das Wetter ist ja ganz hervorragend.“ Da wurde geschaut, gestaunt, gefragt und gefachsimpelt. Mittendrin mit dem Mikro in der Hand stets auf der Suche nach besonderen Schmuckstücken Egon Müller. Der ehemalige deutsche Speedway- und Sandbahnweltmeister (1983) inzwischen 65, moderiert die Veranstaltung zum vierten Mal. Gerade fragt er Wilhelm Hauser aus Mielkendorf nach seinem Opel P4, 1934 in Starnberg gebaut. „Den habe ich 1960 aus Tschechien abgeholt“, erzählt der Oldtimer-Freund. „Ein schönes Fahrzeug“, schwärmt Egon Müller und ergänze. „Man wird immer begrüßt, erntet bewundernde Blicke. Und doch ganz anders als wenn man Ferrari oder Porsche fährt.“ Führt er ihn auch aus? „Im Sommer ja“, sagt Wilhelm Hauser. Seine Frau nickt im Hintergrund. „Innen ist alles pikobello“, versichert er und öffnet die Tür des Fahrzeugs, damit die Leute einen Blick hinein werfen können. Zu Hause hat er noch ein Opel GSI von 1985 und eine NSU Lambretta von 1959. Wilhelm Hauser und Egon Müller kennen sich. „Wir sind zusammen Rennen gefahren auf dem Nordmarksportfeld in Kiel 1976“, erzählt Müller. „Er mit vier Rädern, ich mit zwei.“ Er hat Motorradmessen moderiert, um über den Winter zu kommen und weiß, dass die Besitzer der Fahrzeuge sich freuen, wenn sie etwas über ihr Fahrzeug erzählen können.

Den Preis für das außergewöhnlichste Fahrzeug der Veranstaltung überreichte er Maja Scholz, Inhaberin der Firma Scholz & Sohn aus Kiel, für ihren aufgearbeiteten Franklin Baujahr 1922 mit luftgekühltem Sechs-Zylinder-Motor. „Super“, meint die. „Ich freue mich tierisch.“ Doch die Herren sind in der Überzahl. Auch unter den Gästen. So wie Peter Schuchardt und die Kfz-Meister Hermann Hassenstein und Gerd Sablowski aus Kiel. „Wir sind nur Bewunderer“, erklärt Schuchardt. Eigene Oldtimer haben sie nicht. Aber einen Freund, der sie restauriert. VW, Opel P4 oder EMW/BMW 328. „Das war die Zeit, als wir noch 35 Mark im Monat als Lehrlinge verdienten“, erzählt Hassenstein. Das rührt sie an. „Da beherrschten wir noch die Technik, heute ist es um gekehrt“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu. „Wir freuen uns sehr, dass es Menschen gibt, die dieses Kulturgut erhalten“, bekennt er. „Sie investieren viel Geld, Zeit und Mühe. Das ist Idealismus.“














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