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Neues Inklusionsprojekt : Rösterei Café eröffnet in der Imland-Klinik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der neue Pächter des Krankenhauscafés, die Eckernförder Werkstatt, stellte die Räumlichkeiten vor. In Kooperation mit der Imland-Klinik bekommen Menschen mit Handicap beständige Arbeitsplatze.

Eckernförde | Menschen mit Handicap den Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen und ihnen beständige, arbeitsmarktnahe Beschäftigungen außerhalb des Werkstattbereiches anzubieten, ist das große Ziel, das die Eckernförder Werkstatt verfolgt. Diesem Ziel ist die Einrichtung des Diakonie-Hilfswerks Schleswig-Holstein unter dem Dach der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie am Mittwoch mit einem weiteren Inklusionsprojekt ein Stück näher gekommen. Gemeinsam mit dem kaufmännischen Direktor der Imland-Klinik, Udo Blöcker, eröffnete Anja von Keller, Einrichtungsleiterin der Werkstatt, in einem feierlichen Rahmen das neueste Inklusionsprojekt: das Rösterei Café in der Imland-Klinik. Die Eckernförder Werkstatt ist eine Einrichtung für Menschen mit vornehmlich geistiger Behinderung und bietet zurzeit 240 Beschäftigten einen Arbeitsplatz.

Hell und freundlich präsentieren sich die frisch renovierten Räume. Ein neuer Tresen wurde eingebaut. Die Regale mit den verschiedenen Kaffeespezialitäten, edlen Pralinen und leckeren Kuchen erinnern bewusst an die Wohlfühlatmosphäre in der Kaffeerösterei in der Speicherpassage, die seit 2007 ein Inklusionsprojekt der Eckernförder Werkstatt ist. Auch der Name Rösterei Café verdeutlicht die Verbindung zur Rösterei. Die Mitarbeiter des Teams um den Leiter Jan Drzewicki haben dort bereits Erfahrungen im Umgang mit Kunden in Sachen Auftreten, Stressbewältigung, Hygiene am Arbeitsplatz und exklusive Kaffeezubereitung gemacht und freuen sich auf ihre neue Aufgabe.

Das Café ist nicht die erste Kooperation zwischen der Eckernförder Werkstatt und der Imland-Klinik. An der Pflege des Geländes ist auch die Gartengruppe der Werkstatt beteiligt. Bestärkt durch die positiven Erfahrungen der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Handicap hatten der Leiter der Gastronomie der Imland-Kliniken, Björn Schneidemesser, und Dr. Wolf Steinborn zu Beginn des vergangenen Jahres die Idee der Zusammenarbeit mit der Werkstatt als neuem Pächter des Cafés in der Klinik. Viele Gespräche, vor allem mit den Beschäftigten der Werkstatt, seien gefolgt, verriet Anja von Keller in ihrer Rede. „Wir haben hier richtig gute Startbedingungen. Denn für ein Inklusionsprojekt ist es wichtig, erst einmal zu beginnen und zu sehen, was geht und was nicht geht“, dankte die Einrichtungsleiterin der Imland-Klinik.

Eine Herausforderung an die Beschäftigten Maurice Woszny, Martina Peters und Steven Winters sowie die Hauptamtlichen um Jan Drzewicki (Teamleiter beider Inkusionsprojekte), Helena Kasemann, Grit Medler und Maximilian Juritsch (FSJler) stellen die Arbeitszeiten im Café dar, das an 365 Tagen im Jahr Patienten, Besuchern und Klinikpersonal seine Dienste anbietet. Zunächst werden die bisherigen Öffnungszeiten des Vorgängers übernommen, sollen aber in Zukunft noch erweitert werden. Mittelfristig ist auch ein Lieferservice geplant, ebenso wie die Gestaltung des Außenbereichs mit neuem Mobiliar. Als besonderer Service wird den Gästen kostenloses W-LAN zur Verfügung gestellt.

>Rösterei Café in der Imland-Klinik: Öffnungszeiten montags bis freitags 9 - 17 Uhr, sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen 14 - 17.30 Uhr.

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