Rockfestival mit den Rattles, Hello und T.Rex

Spektakel bei „Means I love“ von T. Rex mit dem bekannten Refrain „LaLaLa...“, der auch nach dem Konzert noch außerhalb der Stadthalle zu hören war. Fotos: Baruschke
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Spektakel bei „Means I love“ von T. Rex mit dem bekannten Refrain „LaLaLa...“, der auch nach dem Konzert noch außerhalb der Stadthalle zu hören war. Fotos: Baruschke

Drei Rockbands ließen alte Zeiten wieder lebendig werden / Riesenstimmung trotz der nur zu einem Drittel gefüllten Stadthalle

shz.de von
08. Januar 2018, 06:25 Uhr

Eckernförde | Die „Rattles“ – einst Hausband im Hamburger Star-Club –, „Hello“ und „T. Rex“ aus England haben die Zeit musikalisch um rund 50 Jahre zurückgedreht und am Sonnabend in der Stadthalle den etwa 150 Fans der „Best-Ager-Generationen“ bei ihrem Rockkonzert so richtig eingeheizt. Die Bands ließen sich feiern, zu Recht. Der Bandleader der „Rattles“, Herbert Hildebrandt, brachte es beim Auftakt des Abends auf den Punkt: „Wir feiern hier ein Familienfest im kleinen Kreis, aber ihr seid ein tolles Publikum. Sagt doch bitte mal eurem Bürgermeister, dass wir gern auf einem eurer Stadtfeste spielen würden!“

Und dann kamen alle in den Genuss richtig guter, rockiger Live-Musik, bei Titeln wie „Hippy Hippy Shake“ oder „Twist and shout“ ging in der Stadthalle die Post ab. Von Anfang an wurde getanzt, geklatscht und lauthals mitgesungen. Die Vollblutmusiker der Rattles hatten sichtlich ebenso großen Spaß wie die Leute in den Reihen und spielten eine dreiviertel Stunde lang einen Hit nach dem anderen. In den kurzen Pausen zwischen den Auftritten der Bands erhielten die Besucher die Möglichkeit, ihre Stars der 60er im Foyer der Stadthalle persönlich zu treffen. Alle Musiker erfüllten die Autogrammwünsche ihrer Fans und ließen sich gern auf Gespräche ein.

Das traf ebenso auf die britischen Bands „Hello“ und „T. Rex“ zu, die natürlich nicht mehr in der Originalformation auf die Bühne kamen. Mit den Engländern wurde es „hardrockiger“ und noch lauter: die 1970-er Jahre, die Zeit der E-Gitarren, war da. Bei „I’m back in the New York Groove“ der ehemaligen Glam-Rock-Band „Hello“ hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, in und neben den Reihen wurde gerockt und getwistet und pure Freude am Rock’n’ Roll ausgelebt. Bassgitarrist Corrie Shiells überzeugte dabei immer wieder mit seinen E-Gitarren-Soloeinlagen.

Der Auftritt der britischen Band „T. Rex“ wurde von reichlich Nebelschwaden begleitet. Die Erinnerung an das bekannteste Gründungsmitglied Marc Bolan wurde bei der Stimme des Leadsängers Jay Spargo beim Titel „Make a little easy to me“ durchaus geweckt. Spargo begrüßte sein Eckernförder Publikum in deutscher Sprache und feuerte es an. Keiner ließ sich bei „Hey Hey Hey“, „Teenage dream“ oder „Revolution“ zweimal bitten und tanzte, klatschte und bewies beim lauten Mitsingen Textsicherheit.

Die Riesenstimmung gipfelte in den Zugaben, als gemeinsam „Get in on“ und „Means I love“ gesungen wurde. Den eingängig und bekannten Refrain hörte man nach dem Konzert dann noch außerhalb der Stadthalle, das Publikum war nach den drei Stunden Hardrock und Rock’n’ Roll ausgepowert, aber sichtlich glücklich. Daher können sich alle bereits jetzt freuen, denn eine Neuauflage der Tour im kommenden Jahr wurde angekündigt.

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