Aktionstag : Roboter sollen Spaß an Technik wecken

Experimentierten mit den Lego-Robotern: Hendrik, Gunnar und Lasse (v.l.)
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Experimentierten mit den Lego-Robotern: Hendrik, Gunnar und Lasse (v.l.)

Projekttag an der Richard-Vosgerau-Schule: Schüler bauen und programmieren eigene Roboter

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14. November 2013, 06:35 Uhr

Puppen, Pferde, Playmobil – das sind Sachen, die man in fast jedem Mädchen-Zimmer findet. Dass der weibliche Nachwuchs aber auch anders kann, bewies er jetzt beim „Roberta-Aktionstag“ in der Richard-Vosgerau-Schule. Zusammen mit Prof. Dr. Gerhard Waller  von der Fachhochschule Kiel  bauten die Schülerinnen der 3. und 4. Klassen eigene Lego-Roboter, die sie anschließend programmierten, um damit verschiedene Aufgaben zu lösen.

Mit der Aktion sollen vor allem junge Mädchen mehr Spaß an Technik entdecken – und sich später für einen Studiengang wie Informatik, Mechatronik oder Elektrotechnik entscheiden. Teilnehmen können aber auch Jungs. Gerichtet war „Roberta“ bisher an die Sekundarstufen, der Besuch in der Grundschule war für Professor Waller und seine zwei Studentinnen eine Premiere. „Wir hatten  zu viele Aufgaben mit, die Schüler haben davon nur einen Bruchteil geschafft“, zog er nach dem Vormittag Bilanz. Trotzdem war der Testlauf bei den Grundschülern für ihn ein Erfolg. „Die Kinder sind total motiviert und haben auch das meiste verstanden.“

Zum Problem wurde eher der Eifer, den vor allem die Jungs an den Tag legten. „Die wollten gleich alles Mögliche programmieren und am liebsten Kampfroboter bauen“, so Waller. Die Mädchen seien hingegen nicht nur ruhiger, sondern auch konzentrierter bei der Sache.

Zwei von ihnen waren Leonie und Levke (beide 9). „Dany“, so haben sie ihren Roboter getauft, fuhr brav um die Kurven und stoppte an den richtigen Stellen. „Das Programmieren hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagte Leonie. Mit Lego hat sie eigentlich wenig am Hut. „Damit spielt sonst nur mein Bruder“, verriet sie.

Ob ihr neues Interesse an Technik auch bis zum Studium anhält, bleibt wohl offen. Einen großen Teil könnten die Schulen dazu beitragen. „Das, was wir hier heute angefangen haben, müssen die Schulen weiterführen“, betonte Prof. Dr. Waller. Oft scheitere es aber schon an der technischen Ausstattung, der Technik-Unterricht komme meist zu kurz.  Dabei sei das Heranführen an die Thematik gerade bei jüngeren Schülern enorm wichtig. Waller:  „Man kann nicht früh genug damit anfangen.“

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