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Einzigartiges Projekt : Rimpf baut Urzelle für Saurierpark

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Architekt Stefan Rimpf hat die bundesweite Ausschreibung für das Eingangsgebäude „Mitoseum“ des Saurierparks in Kleinwelka bei Bautzen gewonnen. Es entsteht eine transparente Kuppelkonstruktion.

Sie waren die Herrscher der Welt, lange bevor es den Menschen gab: die Saurier. Nach wie vor entfalten die zum Teil riesigen Urtiere eine enorme Faszination, die in Filmen wie Jurassic Park auf dramatische Weise in Szene gesetzt wird. In Kleinwelka bei Bautzen gibt es noch aus DDR-Zeiten einen Saurierpark, in denen rund 200 Dinos in Originalgröße zu sehen sind. 2014 haben dort 300  000 Besucher mehr über das Leben der Saurier erfahren. Eine Attraktion für die Region und weit darüber hinaus. Eine Attraktion ist auch das neue Empfangsgebäude: ein großer, transparenter Zellkörper, die Urzelle, die sich mitten in der Zellteilung, der Mitose, befindet. Das „Mitoseum“ trägt die Handschrift des Eckernförder Architekten Stefan Rimpf, der die Idee dazu hatte und den Zuschlag bei der bundesweiten Ausschreibung mit 60 Architekturbüros erhalten hat.

Grundsteinlegung für das einzigartige Bauwerk war der 6. Mai, im Sommer 2016 soll es fertig sein. Stefan Rimpf fungiert als Generalplaner und hat sich die Dienste von Tragwerksspezialisten gesichert. Die Eingangsebene mit Bistro, Shop und Vortragsraum ist überspannt mit drei Kuppelkonstruktionen. Diese Kuppeln sind Leichtkonstruktion und symbolisieren die „Zellen“ der Mitose. „Die Natur hat hierzu geniale, überlebensfähige und ästhetische Formen hervorgebracht, die Vorbild für die Kuppelmembranen sind“, sagt Rimpf. Durch die transparente Außenhaut wird der Innenraum mit Tageslicht durchflutet, nach Umkehr der Lichtverhältnisse bei Dämmerung werden die Zellmembranen zu leuchtenden Landmarken.

Das Engangsgebäude ist das Tor zu einer anderen Welt mit der „Ursuppe“, einem „Feuertor“ und einer Vielzahl unterschiedlicher Saurier in Lebensgröße. Der Eckernförder Architekt bindet die vorhandene Topographie mit dem fallenden Gelände mit ein in die Inszenierung des Ankommens. Mit der sich zum Gebäude hin verengenden Zuwegung und den seitlichen schwarzen Bruchsteinen und Lavaströmen finden sich sowohl die Autofahrer als auch die Fußgänger auf dem Weg durch die Elemente , der mitten hineinführt in die transparente Gebäudestruktur mit den sich teilenden Zellen. Dort angekommen, öffnet sich durch die transluzente Membran der Außenhaut und die offene Struktur hindurch der Park mit dem „Feuertor“ und der „Ursuppe“. Auf dem Höhepunkt des Spannungsbogens verlässt der Besucher beim Betreten des Mitoseums die „wirkliche Welt“ und begibt sich in die Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens.

Das Projekt in Kleinwelka ist so richtig nach dem Geschmack von Stefan Rimpf, der immer wieder besondere Herausforderungen und Innovationen sucht, und zwar bundesweit. Die größte der drei Eingangskuppeln misst 22 Meter im Durchmesser, ist 24 Meter hoch und hat eine Grundfläche von gut 1200 Quadratmetern. Die Hülle der Kuppeln besteht aus insgesamt 466 Folienkissen, die mit Pneus auf einem Stahlnetzwerk befestigt sind. „Das Gebäude ist in seiner Idee, der Form und der Konstruktion einzigartig weltweit“, sagt der Architekt.

 

 


 

 

 



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erstellt am 26.Sep.2015 | 06:38 Uhr

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