Dorfwoche : Riesebyer Festtage starten unter Wasser

Mit tollen Kostümen wurden Besucher zur Dorfwocheneröffnung mit einem Musical begrüßt.
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Mit tollen Kostümen wurden Besucher zur Dorfwocheneröffnung mit einem Musical begrüßt.

Mit der Musical-Show „Im Riff geht’s rund“ wird die 42. Riesebyer Dorfwoche in der Schleischule eröffnet. Festprogramm setzt sich heute und morgen mit vielen Aktionen für Jung und Alt, Groß und Klein fort.

shz.de von
28. Juni 2014, 06:00 Uhr

Rieseby | Während die Fußball-WM in Brasilien mit Regen zu kämpfen hatte, tauchten die Gäste der Eröffnungsfeier zur 42. Riesebyer Dorfwoche sehr bewusst ins Wasser ab. Der Tradition folgend fand die Eröffnung in der Schleischule statt, und die Schüler der Chor- und Musik- AG unter Leitung von Schulleiter Ulrich Barkholz hatten die maritime Musical-Show „Im Riff geht’s rund“ vorbereitet. Sie entführten Groß und Klein in eine schillernde Unterwasserwelt.

Bevor aber die jungen Talente ihr Können zeigten, begrüßte Hartmut Schmidt als Vorsitzender des Dorfwochenausschusses die Gäste. Nach Monaten der Arbeit, Vorbereitung und Ideensuche dankte er allen Vereinen und Verbänden, die sich mit viel Engagement an den Vorbereitungen beteiligt hatten. „Diese Dorfwoche steht ganz im Zeichen der Jugend und des Sports“, sagte er. „Wir sind die junge Gemeinde der Region“, rief er den Gästen und einer Delegation aus der Partnergemeinde Süderholz zu, die gerne mit jugendlichem Schwung für sich selbst wirbt. Ähnlichen Schwung machte Schmidt auch für Rieseby aus und gab diesen an Bürgermeister Jens Kolls weiter, der die Dorfwoche offiziell eröffnete.

Alexander Benkert als Bürgermeister aus Süderholz übergab noch ein Geldgeschenk an die Jugendfeuerwehr Rieseby, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Im Mittelpunkt des Abends stand dann die Musical-Show der Schüler. In tollen, kreativen Kostümen präsentierte sich die Chor- und Musik-AG. Im Mittelpunkt der Geschichte, kreiert von Gerhard Meyer und Gerhard und Ulrike Weiler, steht der gefährliche und turbulente Riese aus der Flaschenpost ,Flapo’ (gespielt von Fenja Bahnsen), der durch die Weiten der Weltmeere treibt. In ihrem Inneren trägt sie eine wichtige Botschaft. Leider gelingt es ihr nicht, diese an einen Adressaten zu bringen. Auf ihrem Weg gerät sie in einen Casting-Wettbewerb, im Rahmen dessen Elsi der Kugelfisch (Emily Lüdke), die Gruppe 'Glitzerinnen' (Grit Degünther, Ronja Bebensee, Emma Magnusson, Kjara Hoffmann, Finja Pauliks, Elin Lienhöft), Papageienfische (Lara Stock, Lea Lepinat, Lena-Sophie Sienknecht, Lene Molt), die Boy-Group „die Zerstörer“ (Tim-Lukas Hoppe, Malte Erhardt, Jakob Nieß), singende Quallen (Beeke Indinger, Aylin Borlukan, Mia Fangmeier), Mora, die Moräne (Anna Mailin Suhr), Henning von Heringsdorf (Jacqueline Stöcks), Doktor Fisch (Jolina Schulze) ihr Können dem Casting-Boyscout Piepe (Meile Deutz) zeigen. Mit dabei auch die Möwe (Elin Lienhöft), Tilla Tintenfisch (Tjarde Lüders) und Otto Octopus (Niklas Mewes). Da wurde gesungen, getanzt und erzählt und die Leichtigkeit des Seins unter Wasser quirlig dargestellt. Allerdings zeigte das Stück auch die gefährlichen Seiten des Meeres und die Bedrohung auf. Die Flaschenpost, muss ihren Inhalt offenbaren und hofft, bei den vielen Meeresbewohnern endlich Zuhörer zu finden. Schließlich geht es um die Zukunft des Riffs und seiner Bewohner.

Aber für die kleine, unscheinbare Flaschenpost, ist es schwer, sich Gehör zu verschaffen, während die Show läuft und jede den anderen mit Schönheit, Glamour und Talenten zu übertreffen versucht. Konkurrenz überlagert das Miteinander – das Zuhören und die Bereitschaft, sich mit dem anderen zu beschäftigen. Dabei hat Flapo viel zu erzählen: die Nachricht von einem drohenden Vulkanausbruch ist in ihrem gläsernen Bauch versenkt. Am Ende tun sich alle zusammen, vergessen Konkurrenz und bannen die Gefahr, finden zu einander und nehmen sich wahr.

Eine temporeiche und kreative Geschichte über Konkurrenz und Kommunikation und sehr aktuell. Musik, Tanz und Spiel betten eine tiefgehende Geschichte ein, überzeugend und mit viel Elan von den Kinder dargeboten. Doch die Geschichte gelang auch wegen des Bühnenbilds und der Technik, und auch das war handgemacht: Finn Christoph und Mike Hamann (10) kümmerten sich um die Beleuchtung und stellten so die künstlerische Leistung ihrer Mitspieler ins richtige Licht. Für den instrumentalen Rahmen sorgten Bennet Bendsen, Colin Wuttke (Keyboards und Gitarre, E-Bass) und Cedric Fischbach (Percussion). Ein toller Auftakt der Dorfwoche, der bis Sonntag Lust auf mehr machte.







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