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Gemeindevertretung : Rieseby verurteilt rechte Gewalttaten

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Gemeindevertretung verfasst Resolution. Ferienbetreuung startet im Herbst.

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erstellt am 16.Mai.2013 | 07:45 Uhr

rieseby | Geschlossenheit gegen rechte Gewalt demonstrierte die Riesebyer Gemeindevertretung im Rahmen ihrer letzten Sitzung am Dienstagabend vor der Kommunalwahl. In Anspielung auf die Vorfälle in der vergangenen Woche im Koseler Ortsteil Bohnert (wir berichteten) appellierte der Vertreter der Grünen/Bündnis 90, Dr. Ingo Scheller, unter Beifall der anwesenden Bürger an die Gemeindevertretung, eine entsprechende Resolution zu verfassen. Geschlossen stimmten alle Mandatsträger für folgende Resolution: "Mit Empörung hat die Gemeindevertretung Rieseby die gewalttätige Aktion von Neonazis zur Kenntnis genommen. Sie missbilligt jegliche Gewalt gegen unschuldige Bürger und spricht den betroffenen Bürgern ihre Solidarität aus."

Bürgermeister Johann Kempe (CDU) und sein erster Stellvertreter Jens Kolls (SPD) betonten unabhängig voneinander die Notwendigkeit einer klaren Stellungnahme Riesebys in dieser Angelegenheit. Sei die Gemeinde vor fünf Jahren doch selbst durch Neonazis in Rieseby in negative Schlagzeilen geraten. Kempe weiß, wie wichtig gerade in dieser Hinsicht Solidarität unter den Gemeinden sein kann. Diese habe er damals von anderen Gemeinden vermisst. "Die anderen Gemeinden haben mit dem Finger auf uns gezeigt. Ich hätte mir vor fünf Jahren Solidarität mit Rieseby gewünscht", erklärte der Bürgermeister. Mittlerweile sei in Rieseby selbst das Thema Neonazis nicht mehr aktuell. "Bei uns tut sich nichts, es ist alles ruhig. Das Thema ist für uns erledigt", fasste Kempe zusammen.

Nach einem Jahr Vorbereitung könnte die Ferienbetreuung für Riesebyer Grundschulkinder bereits in den Herbstferien starten. Dem Engagement der Riese byer Bürgerinnen Claudia Bahnsen und Uta Christen, selbst berufstätige Mütter von schulpflichtigen Kindern oder von Kindergartenkindern, ist es zu verdanken, dass der Sozialausschuss sich in seiner letzten Sitzung im März mit dem Thema Ferienbetreuung befasste und auf der Gemeindevertretersitzung eine entsprechende Beschlussempfehlung vorstellte. So will die Gemeinde sich in Zukunft finanziell mit 1 Euro pro Stunde pro Betreuungskraft an einer Ferienbetreuung beteiligen. Die Regelung gilt für sechs Wochen im Jahr. Geplant ist eine Betreuung in den Räumen der Grundschule. Eltern kostet dieses Angebot rund 35 Euro.

Auf eine Betreuungskraft kommen fünf Kinder. Sobald Claudia Bahnsen und Uta Christen als verantwortliche Eltern geeignete Betreuungskräfte eingestellt haben, werde die Gemeinde mit diesen entsprechende Verträge schließen, so der Sozialausschussvorsitzende Bernd Mordhorst.

Die Planung für die Ferienbetreuung sieht zunächst eine Woche in den Herbstferien vor. "Uns liegen bislang Anmeldungen von acht Kindern vor", erklärte Uta Christen. Die künftige Betreuungskraft müsse bereit sein, mindestens sechs Stunden am Tag zu arbeiten.

Wer an dieser Arbeit interessiert sei, sollte im Besitz einer Jugendleitercard sein. Interessenten aus Rieseby selbst werden ausdrücklich gewünscht. Kontakt und Informationen bei Claudia Bahnsen, Tel. 0 43 55/98 98 21, und Uta Christen, Tel. 0 43 55/98 99 30.

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