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Eckernförder Zeitung

24. August 2017 | 11:12 Uhr

Richtungswahl für den Hafen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum Bürgerentscheid Gaehtjestraße

Die Nooröffnung bewegt die Menschen. Seit über zehn Jahren wird an dem Stadtentwicklungsprojekt gearbeitet, jetzt fokussiert sich alles auf einen Teilaspekt – die Wiederbebauung der Gaehtjestraße auf der Wasserseite. So eng und duster, wie es damals war, soll es nicht wieder werden, da sind sich alle einig. Die Gaehtjestraße damals war vielleicht mit Fußweg sieben Meter breit und verdiente den Namen „Straßenschlucht“. Heute hat sie mit einer Breite von bis zu 24 Metern fast die Ausmaße eines sozialistischen Prachtboulevards – mit anderen Worten: viel Raum, der brach liegt und genutzt werden will und muss, weil der Pflanzhügel an der Gaehtjestraße nach Veränderung schreit. Es geht um drei schmale Gebäude mit einer Traufhöhe von sieben Metern und einer noch festzulegenden Firsthöhe, die eher bei neun als bei zehn Metern liegen wird. Das gibt die Gaehtjestraße locker her, die endlich wieder Gesicht bekommt und wasserseitig belebt und nicht mehr gemieden wird.

In der Einwohnerversammlung ist deutlich geworden, dass das Votum der Bürger beim Bürgerentscheid am Sonntag entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Hafenmeile haben wird. Der Bürgermeister stellte klar, dass das Bürgervotum für ihn dauerhaft bindend und nicht nur eine zweijährige Verschnaufpause bis zu einem neuen Anlauf sei. Das gebiete ihm sein Demokratieverständnis. Kaum vorstellbar, dass das bei den Kommunalpolitikern nicht genauso funktioniert. Das bedeutet: Wird die Bebauung mehrheitlich abgelehnt, gibt es aller Voraussicht nach auch keine Promenade und keinen Straßenausbau, weil es dafür keine Fördermittel mehr geben wird und Eckernförde allein die dafür nötigen rund 1,7 Millionen Euro nicht aufbringen dürfte. Das muss man wissen, wenn man am Sonntag sein Kreuz macht.

Erst die beiden Vorträge des Planers Klaus Petersen beim Altstadtverein und in der Einwohnerversammlung haben vielen Bürger die Augen geöffnet. Reichlich spät, hoffentlich nicht zu spät. Es geht um viel für Eckernförde.

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erstellt am 02.Feb.2017 | 06:04 Uhr

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