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Junge Brandbekämpfer : Revensdorfer auf dem Weg zur 40. Jugendfeuerwehr im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nachwuchsabteilung soll Bestand der Ortswehren sichern

Lindau | Die Freiwillige Feuerwehr Revensdorf möchte noch in diesem Jahr eine Jugendfeuerwehr gründen. Das beschlossen die Kameraden auf ihrer Jahresversammlung am Freitag ohne Gegenstimme. Neben Gettorf und Osdorf wäre es die dritte Jugendfeuerwehr im Amtsgebiet und die 40. im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Mit über 150 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren in der Gemeinde gebe es potentielle Teilnehmer genug. Zudem würde es helfen die lange Warteliste bei der Jugendfeuerwehr in Gettorf abzubauen. Dennoch eine nicht ganz einfache Entscheidung, wie Wehrführer Joachim Niebuhr deutlich machte. „Wir wissen alle, das ist Arbeit“, sagte er. Grundlage dafür sei das Personal für die Betreuung. Daran sei die Umsetzung der nicht neuen Idee früher schon gescheitert. Nun haben sich mit Markus Gertz als Jugendwart, Rüdiger Hein als sein Stellvertreter, Benjamin Hussong, Sven Wichmann und den beiden eigens dafür in die Wehr als Anwärterinnen aufgenommenen Frauen Andrea Brügmann und Angelique Gertz sechs Kameraden und Kameradinnen bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen.

In einer Arbeitssitzung wurden der Bürgermeister und die Gemeindevertretung ins Boot geholt. „Jetzt sind die letzten Zweifel weg, dass wir das nicht gewuppt kriegen“, erklärte der Wehrführer. Bürgermeister Jens Krabbenhöft bestätigte, dass das Meinungsbild in der Gemeindevertretung deutlich in diese Richtung gezeigt habe. Als Träger der Jugendfeuerwehr wären sie bereit, die Anschubfinanzierung zu leisten. Nun sei eine entsprechende Satzung zu fassen und zu beschließen. Man sei überzeugt, damit etwas Gutes zu schaffen für die Gemeinde.

Die Perspektive sei, langfristig Nachwuchs für beide Ortswehren auszubilden und die bestehende Jugendarbeit in der Gemeinde um ein weiteres Angebot zu ergänzen. „Eine Jugendfeuerwehr ist von Seiten der Feuerwehr gewollt“, betonte auch Gemeindewehrführer Holger Stuhr aus Großkönigsförde. „Es wäre schön, wenn es noch dieses Jahr losgeht.“ Amtswehrführer Jochen Bromann nannte die Entscheidung „ganz großartig“. „Ich bin stolz darauf, dass wir eine dritte Jugendfeuerwehr im Amt haben werden“, sagte er. Gettorfs Wehrführer Frank Andreas Greggersen reagierte ebenfalls positiv. „Ich finde das toll, dass ihr den Schritt macht“, sagte er. „Es ist sicherlich eine große, schwere Aufgabe. Ich kann nur sagen: Wir sind da.“

35 Aktive, davon 15 Atemschutzgeräteträger, zwei First Responder, zehn Ehrenmitglieder und 170 fördernde Mitglieder zählt die Revensdorfer Wehr. Ausbildung und Ausstattung der Wehr wurden für gut befunden mit dem neuen Gerätehaus, einem LF8 und dem 52 Jahre alten Unimog, den fünf Kameraden generalüberholt haben, damit er bis 2019 einsatzfähig bleibt. Zu sechs Einsätzen musste die Wehr in 2014 ausrücken: Gasgeruch in Lindau, Flächenbrand in Ruckforde, Verkehrsunfall, mit Personensuche und zwei Lenz-Einsätze. Anwärter Benjamin Hussong wurde als Feuerwehrmann in die Wehr aufgenommen, Florian Baasch zum Oberfeuerwehrmann, Thorsten Grapengeter zum Hauptfeuerwehrmann, Rüdiger Hein und Sven Wichmann zu Hauptfeuerwehrmännern 3 Sterne befördert. Jan Krabbenhöft wurde als Nachfolger für Bernd Steffenhag zum neuen Gerätewart LF8 gewählt, Markus Gertz zum Gerätewart Atemschutz. 







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