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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 04:32 Uhr

DLRG : Rettungssport für mehr Sicherheit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

280 DLRG-Lebensretter ermitteln ihre Besten beim 16. „Lifesaving Cup“ am Eckernförder Hauptstrand. Den ganzen Tag zeigten sie ihren Kampfgeist. Drei Team- und vier Einzelwettkämpfe fanden statt.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2013 | 18:42 Uhr

Es dürfte wohl der bestbewachte Strandabschnitt im Land gewesen sein, als am Wochenende die DLRG-Jugend Schleswig-Holsteins am Eckernförder Hauptstrand den diesjährigen Freigewässerwettkampf veranstaltete. Angetreten waren zum 16. Mal in Eckernförde die besten Rettungssportler Deutschlands, um beim 16. „Lifesaving Cup“ sowie parallel dazu beim 11. „Youngstar Cup“ der unter 16-Jährigen gegeneinander anzutreten.

Massenstarts bei den drei Team- und vier Einzelwettkämpfen, kraftraubende Sprints im tiefen Strandsand, Schwimmwettkämpfe, Kraft und Geschick mit Board und Sk –, einen ganzen Tag lang zeigten 280 Aktive Kampfgeist, um die fordernden Wettkämpfe zu gewinnen. Es ist der sportliche Vergleich, der neben Kraft von den Athleten auch den professionellen Umgang mit dem Rettungsmaterial wie Kajak, Rettungsbrett und Gurtretter abverlangt.

Die Disziplinen, alle ursprünglich aus dem täglichen Rettungseinsatz entwickelt, hatten es in sich: Mit dem Rettungsbrett vom Strand ins Wasser, darauf eine rund 400 Meter lange Strecke um Bojenmarken zurücklegen und wieder an den Strand zurück – beim sogenannten Boardrace kommt es auf Gleichgewichtssinn und Kraft an. „In der Hocke schafft man am meisten, kippt aber leichter um, auf dem Bauch liegend fährt man bei Welle sicherer“, sagte Ramona Venohr (27) aus Bad Oldesloe, die mit ihrer Mannschaft in der offenen Altersklasse auf den zweiten Platz rangierte. Sie trainiert drei bis viermal wöchentlich im Becken und dazwischen auch im offenen Gewässer.

Um Reaktionsgeschwindigkeit und rasche Auffassung geht es beim „Beach Flags“, das nicht unmittelbar am Wasser stattfindet. Hier mussten die Teilnehmer nach einem kurzen Sprint im weichen Sand einen der Flags (Stäbe) ergattern. Nicht einfach, wenn bei jedem Durchgang immer ein Stab weniger als Teilnehmer vorhanden sind. Ein beherzter Hechtsprung ließ dabei manchen auch mit dem Gesicht im Sand landen.

Ob mit dem Rettungskajak eine bestimmte Strecke auf Zeit zu durchfahren, oder kombiniert mit einem Strandlauf eine vorgegebene Seedistanz zu durchschwimmen – bei den Einzeldisziplinen kamen die Teilnehmer durchaus an ihre Grenzen. Schmerzhafte Erfahrung machte dabei der ein oder andere mit Feuerquallen. Zur Linderung der Schmerzen hatte sich Rasierschaum bewährt.

Spannend ging es dann bei den Mannschaftsdisziplinen zu, wobei in der gemischten Rettungsstaffel lediglich der sportliche Aspekt aus den Einzeldisziplinen gefragt war, deren Reihenfolge allerdings stets neu ausgelost wurde. „Opfer“ mussten dann bei den restlichen beiden Disziplinen mit Gurtretter und Rettungsbrett geborgen werden.

Die Ursprünge der heutigen Wettkämpfe liegen an den langen Stränden von Australien und Neuseeland, wo diese hohe Popularität genießen und Tausende von Zuschauern anlocken. Auch in Eckernförde fanden sich etliche Schaulustige ein, die den Athleten Hochachtung zollten. „Bei dem, was ich hier sehe, kann ich mich beim Baden ja sicher fühlen“, stellte Robert Gerber aus Bad Zwischenahn fest. Er genießt den Strand, auch wenn es ab und zu regnet.
Dass man für den Erfolg nicht unbedingt an der Ostsee trainieren muss, bewiesen die Teilnehmer aus dem Halle-Saale-Kreis. Diese hatten immerhin neun Disziplinen bestritten und damit in der Teamplatzierung den höchsten Platz auf dem Siegertreppchen erreicht.


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