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Rettungsschwimmer-Ritual für fünf Neue bei der DLRG

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wassertemperaturen über 20 Grad, Sonne satt, dazu weicher Ostseestrand – Eckernförde hat sich in den vergangenen Wochen von seiner schönsten Seite gezeigt. Für die Sicherheit unentbehrlich, hat dabei die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) das Geschehen sowohl am Strand als auch in den ausgewiesenen Badezonen im Blick. Mit dabei sind zahlreiche ehrenamtliche Wachgänger aus ganz Deutschland, die bis zu vier Wochen ihrer Freizeit einbringen. So gehören auch aktuell Daniel Heuser aus Eitorf bei Bonn und Andre Müller aus Schwalmtal zur 17-köpfigen Wachgruppe, beide sind seit zehn Jahren dabei. So kam die kleine Jubiläumsfeier anlässlich der Taufe der neuen Rettungsschwimmer für die beiden vor der Wachstation durchaus überraschend, wenn auch nicht von ungefähr. „2005 war ich zum ersten Mal hier und komme seitdem jedes Jahr gerne wieder“, sagte Daniel Heuser (27), für ihn sind die Eckernförder Strandabschnitte erste Wahl. Touristikchef Stefan Borgmann wies auf den den Stellenwert der DRLG für die Stadt hin: „Gut ausgebildet und hoch motiviert, macht ihr alle einen guten und wichtigen Job für unsere Stadt.“ Er sprach seinen Dank für die insgesamt sehr gute Zusammenarbeit aus und lobte das Engagement. Neben den Urkunden verteilte DLRG-Landesgeschäftsführer Thies Wolfhagen die obligatorischen roten T-Shirts und Schleswig-Holsteinische Mettwurst an die beiden Jubilare.

Auch für Kai Wesle, Mareike Pleuß, Laura Kretschmer, Kerstin Berger und Jan Stocker war es ein besonderer Tag: Sie sind in diesem Jahr zum ersten Mal an der Ostsee zum Wachdienst eingesetzt. Dies zog natürlich das übliche Ostsee-Taufritual für Rettungsschwimmer nach sich, zuvor versahen die fünf Täuflinge schon den ganzen Tag mit selbst gemachten Hauben, Röcken und entsprechender Oberbekleidung aus Mülltüten ihren Dienst. In Anlehnung an die DLRG-Grundfertigkeiten Laufen, Funken, Transportieren, Erste Hilfe, Schnorcheln und Schwimmen galt es, diverse Übungen zu absolvieren, bei denen beispielsweise ein Eimer mittels Schnorchel oder Mund aus einem Bottich mit Wasser gefüllt oder sich gemäß Funkalphabet aufgestellt und der eigene Name buchstabiert werden musste. Leider überschattete bei der Schwimmübung zum Badefloß, dort sollte der jeweilige Taufspruch abgeholt werden, der Schwächeanfall einer der Teilnehmerinnen die Ereignisse, so dass aus der Spaßaktion unvermittelt Ernst wurde. Dank unmittelbaren Beistand aus der Gruppe konnte die Betroffene vom Badefloß abgeborgen und am Strand erstversorgt werden. Weitere Maßnahmen erfolgten durch die herbeigerufen Rettungskräfte. Nach erster Entwarnung brachten diese die Betroffene auch anschließend zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus. Inzwischen ist die junge Frau aber wieder wohlauf und versieht ihren Dienst am Strand.

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erstellt am 11.Aug.2014 | 13:29 Uhr

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