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Rettung eines Kameraden hat Priorität – Feuerwehrübung am Gemeindetreff

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Mayday, Mayday“, schallte es Donnerstagabend über die Funkleitungen der Freiwilligen Feuerwehren in Gammelby. Absolute Priorität hatte nun die Rettung eines verletzen Atemschutzgeräteträgers, der sich noch im brennenden Gemeindetreff Gammelby befand. Alle Kräfte konzentrierten sich auf die Rettung des Feuerwehrmanns, wobei die Brandbekämpfung so lange nachrangig fortgesetzt wurde, erläuterte Amtswehrführer Jens Reinhold, das Vorgehen.

Es war nur ein Probealarm, der Donnerstagabend um 19.49 Uhr fünf Freiwillige Feuerwehren nach Gammelby lotste. „Hier sofort umzuschalten auf die Rettung eines verletzten Atemschutzgeräteträgers im brennenden Gebäude, war die große Herausforderung der Übung“, sagte Reinhold. Und er konnte den rund 100 Feuerwehrleuten sein volles Lob aussprechen. „Ich bin sehr zufrieden, das Umschwenken nach dem Mayday hat 1a geklappt“, sagte er auf Nachfrage der EZ.

Der Ablauf des Notfallprogramms war Teil einer Schwerpunktübung für Atemschutzgeräteträger, bei der die Wehren aus Altenhof, Barkelsby, Goosefeld und Kochendorf die Gammelbyer Kameraden unterstützten. Insgesamt 16 Atemschutzträger waren im Einsatz, es galt ein starkes Feuer zu löschen und es mussten zwei Wasserversorgungen aufgebaut werden.

Unter der Einsatzleitung von Andreas Flügge, Wehrführer aus Gammelby, konnte nicht nur der verletzte Kamerad aus dem Gebäude gerettet werden, auch der angenommene Brand mit starker Rauchentwicklung im Schießstand an der Rückseite des Gemeindetreffs konnte gelöscht werden. Der Verbleib der im Szenario noch als vermisst geltenden zwei Jugendlichen konnte im Lauf des Einsatzes bis 20.45 Uhr ebenfalls geklärt werden. „Es lief sehr gut“, zog Flügge selbst auch eine gute Bilanz.

Reinhold betonte, dass er sehr erfreut war, wie reibungslos und effektiv die Wehren zusammenarbeitenten. Dennoch unterliefen einige kleine Fehler, die aber immer zu einer Übung gehören, sagt der Amtswehrführer. Die Retter sollen in einer Übung ungewohnte Szenarien direkt erleben, um sich Fehler bewusst zu werden. „Alarmübungen sind Ausbildung, jeder nimmt etwas davon mit“, stellte Reinhold fest.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 12:39 Uhr

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