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Eckernförder Zeitung

24. November 2017 | 05:00 Uhr

Übungseinsatz : Retter arbeiten Hand in Hand

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Freiwillige Feuerwehren Revensdorf, Großkönigsförde und Gettorf, THW Eckernförde und RKiSH üben gemeinsam den Ernstfall.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 06:02 Uhr

Lindau | Es ist Sonnabend, kurz vor 14 Uhr, als plötzlich die Sirenen heulen. Alarm in Revensdorf: Nach einer Explosion oder Verpuffung auf dem ehemaligen Raiffeisen-Gelände werden sechs Personen vermisst. Eine von ihnen hat sich auf das Silo geflüchtet.

Schnell rücken die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Revensdorf aus und sind schon wenig später am Einsatzort. Auch die Freiwilligen Feuerwehren Großkönigsförde und Gettorf sind schnell zur Stelle. Die Rettungskooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) und das Technische Hilfswerk (THW) Eckernförde rücken ebenfalls an. Ruckzuck sind 13 Fahrzeuge vor Ort und schätzungsweise bis 90 Einsatzkräfte machen sich an die Arbeit. Alles geht ganz schnell: Schläuche werden ausgerollt, die Feuerstellen gelöscht und parallel die vermissten Personen gesucht und aus den Gebäuden gebracht. „Menschenrettung steht an erster Stelle“, sagte Revensdorfs Wehrführer Joachim Niebuhr, der den Posten des Einsatzleiters inne hatte.

Am Wochenende war das alles nur eine Übung. Ziel war es, die Zusammenarbeit zu verbessern, trainierte Fähigkeiten auszubauen und die Führungsebene zu schulen.

Die Freiwillige Feuerwehr Revensdorf mache regelmäßig Alarmübungen mit unterschiedlichen Szenarien, berichtete Joachim Niebuhr. Die Übung mit dem THW sei jedoch die erste seit langer Zeit.

Der Kontakt sei zufällig entstanden, als sie im Frühjahr beim THW in Eckernförde zu Gast waren, um sich die Geräte anzusehen, erinnerte sich der Feuerwehrchef. Dort hätten sie überlegt, dass sie etwas gemeinsam machen könnten.

Bei einem echten Einsatz entscheidet der Einsatzleiter, ob das THW mit alarmiert wird, erläuterte Stephan Suhr, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit für das THW. „Wir sind keine Schnelleinsatztruppe“, sagte er. Sie würden dazugerufen, wenn die Feuerwehr mit ihrer technischen Ausrüstung nicht mehr weiterkomme.

„Es hilft, wenn man sich kennt“, nannte Joachim Niebuhr einen Vorteil der gemeinsamen Übung. Und noch während der Einsatz lief, zeigte er sich zufrieden: „Bisher hat alles ganz gut geklappt.“

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