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Das erste Haus fällt : Rendsburger Straße: Abriss maroder Wohnungen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Rückbau der alten, maroden Gebäude in der Rendsburger Straße hat begonnen. Weitere Wohnhäuser im Domstag sollen folgen. Die Neubaupläne sind noch nicht bekannt.

Der Abriss hat begonnen: Seit dem 15. April steht der Bagger an der Kreuzung Rendsburger Straße/Domstag. Bis Ende nächster Woche sollen die Gebäude an der Rendsburger Straße 105-106 abgerissen sein. Danach sind die Häuser im Domstag 62-64 an der Reihe. „Die Gründe für den Abriss sind bautechnischer Natur“, sagt Rechtsanwältin Christiane Lemberg, die die Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft Daheim Köhler mit Sitz in Hamburg vertritt. „Statische Untersuchungen haben ergeben, dass die Gebäude nicht mehr bewohnbar sind.“

Teile des Hauses wurden bereits in den 30er Jahren erbaut. Heutzutage wird bei Neubauten ein Ring um das Erdgeschoss gelegt. „Diese Ringbindung hat es, als die Häuser errichtet wurden, jedoch nicht gegeben“, sagt Christiane Lemberg auf Anfrage unserer Zeitung. Dies führe dazu, dass bei dem feuchten Untergrund, auf dem die Häuser stehen, das Gewicht des Hauses das Erdgeschoss auseinanderdrückt. Die Folge: Risse in den Innenräumen, die nicht mehr verantwortbar gewesen seien, erklärt die Anwältin.

„Der letzte Mieter ist bereits Anfang Herbst letzten Jahres ausgezogen.“ Das Angebot der Daheim, andere Wohnungen in ihrem Eckernförder-Bestand zu beziehen, hätten die Mieter beider Häuser angenommen. Was auf der frei werdenden Fläche entstehen soll, ist innerhalb der Gesellschaft noch nicht geklärt: „Der Denkprozess hat erst begonnen“, sagt Lemberg. Konkret werden wollte sie jedoch nicht: Viele Ideen seien angestoßen worden, eine Tendenz gebe es jedoch noch nicht. „Daheim zieht sich auf jeden Fall nicht aus Eckernförde zurück.“ Dafür gebe es noch genügend Einheiten, die weiterhin im Bestand bleiben.

Rund 220 Wohnungen vermietet und verwaltet die Wohnungsgesellschaft in Eckernförde. Dazu gehört das gesamte Quartier, das sich hinter den Wohnungen anschließt – also neben Rendsburger Straße und Domstag auch die Gneisenau-, Bismarck-, Scharnhorst- sowie die Nettelbeckstraße. Ein zweiter Standort sind die Straßen Klintbarg sowie Am Alten Leuchtfeuer. Sanierungen dieser Gebäude stünden in naher Zukunft nicht an. „Der Fokus liegt momentan auf dem Abriss in der Rendsburger Straße.“

Die Wohnungen dort haben sich mit einer für Eckernförder Verhältnisse günstigen Miete von 5,50 Euro pro Quadratmeter vorwiegend an Mietergruppen mit mittlerem und kleinem Einkommen gerichtet. „Die Mieterstruktur war ein Querschnitt der Gesellschaft“, sagt Lemberg.



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erstellt am 20.Apr.2015 | 06:11 Uhr

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