Norddeutsches Filmfest : Regisseure lassen sich in die Karten schauen

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Heute beginnt in den Kinos das dritte Norddeutsche Filmfest

shz.de von
01. März 2018, 06:09 Uhr

Rendsburg | 850 Besucher waren es im vergangenen Jahr, diesmal legen die Rendsburger Kino-Chefs Nicole Claussen und Hans von Fehrn-Stender die Messlatte des Erfolgs noch etwas höher. Mindestens 1000 Besucher wollen sie mit ihrem dritten Norddeutschen Filmfest ins Kinocenter und in die Schauburg locken. An vier Tagen zeigen sie zwölf Filme mit norddeutschem Bezug oder norddeutschen Schauspielern. Zum Auftakt wird heute im Kinocenter der Film „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ gezeigt.

Die Schauburg zeigt unter anderem den Kinder- und Jugendfilm „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“ über junge Hamburger Nachwuchsdetektive, die einem zwielichtigen Lebensmittelkonzern das Handwerk legen. Zwei junge Schauspieler der Filmcrew wollen nach Rendsburg kommen. Bevor der Film beginnt, stehen sie den Kinobesuchern Rede und Antwort.

Das Kinocenter setzt auf die fürs Fernsehen produzierte Tragikomödie „Jürgen – heute wird gelebt“. In der vergangenen Woche ist der Film in Hamburg mit der „Goldenen Kamera“ für den besten Fernsehfilm 2017 ausgezeichnet worden. Regisseur Lars Jessen erzählt die Geschichte zweier Freunde über 40, die endlich die Frau des Lebens finden wollen – und zwar mit Hilfe einer osteuropäischen Partnervermittlung. Jessen wird bei der Aufführung seines Films in Rendsburg dabei sein und dem Publikum von den Dreharbeiten berichten.

Ein weiteres Highlight dürfte der ebenfalls von Lars Jessen inszenierte Film „Vadder, Kutter, Sohn“ sein (Kinocenter). In der Hauptrolle ist Axel Prahl zu sehen. Der heute vor allem als Tatort-Kommissar Frank Thiel bekannte Mime war früher Mitglied des Landestheaters.

Die Schauburg wartet mit einer exklusiven Vorpremiere auf. Sie zeigt den Spielfilm „Am Ende ist man tot“, der offiziell erst am 21. Mai in die Kinos kommt. Laut Ankündigung handelt es sich um „eine Groteske über Geld, Familie und andere Grausamkeiten“. Regisseur Daniel Lommatsch und zwei seiner Schauspieler sind gespannt darauf, wie ihr Werk beim Publikum ankommen wird.

Tickets für das Filmfest gibt es in den Rendsburger Kinos. Die Karten kosten – abhängig von der Länge des jeweiligen Films – zwischen fünf und neun Euro.

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