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Ganz schön fit : Regelmäßig den Puls auf Trab bringen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kolonistenhof neuer Treffpunkt der Nordic Walking-Gruppe für die Herzgesundheit / Training unter ärztlicher Aufsicht

von
erstellt am 10.Jun.2016 | 06:03 Uhr

Bewegung ist gesund. Das gilt auch für Patienten mit oder nach Herzerkrankungen. „Nordic Walking im Freien ist gut dosierbar und besser als in der Halle“, sagt Klaus-Peter Juhl. Er ist einer von sechs Übungsleitern und zweiter Vorsitzender von GNU – von dem Verein „Gesundheit Natur Umwelt“. Es sei die landesweit älteste Nordic Walking-Herzgruppe, betonen die Verantwortlichen. Und die musste sich jetzt einen neuen Stützpunkt suchen, nachdem das Redderhus verkauft worden war. Gefunden hat sie ihn im Kolonistenhof in Neu Duvenstedt.

Klaus-Peter Juhl schwärmt von dem neuen Treffpunkt und der freundlichen Aufnahme, aber auch von dem Gelände der Duvenstedter Berge. „Es ist gut, dass es nicht eben ist“, sagt er. Das Auf und Ab bedeutet eine ständige Be- und Entlastung. Das Besondere an dem Training mit GNU: Es findet unter ärztlicher Begleitung statt. Initiator Dr. Alard Stolte begleitet die Gruppe, die aus 15 bis 20 Teilnehmern besteht, und kann im Notfall eingreifen. Allerdings, so betont Juhl, sei es in den vielen Jahren noch nie dazu gekommen.

2002 wurden die ersten Nordic Walking-Trainer ausgebildet, 2004 wurde das Zertifikat zur Leitung von ambulanten Herzgruppen von allen Krankenkassen im Lande und vom Behindertensportverband anerkannt. „Eine normale Übungseinheit beim Nordic Walking dauert sechzig Minuten“, erklärt Übungsleiter Juhl. „Aber wir wollen eine Stunde lang Belastung haben“ – das heißt, den Puls auf einem gleichmäßigen Level halten. Deshalb kommt die Aufwärm- und Abkühlphase hinzu. 90 Minuten ist die Gruppe jeden Donnerstag also im Einsatz – egal, bei welchem Wetter. „Die Teilnehmer sind richtig zufrieden, wenn das Training zu Ende ist“, weiß Juhl. Sie lernen, sich und ihren Körper einzuschätzen und sich nach Herz-Infarkt oder Herz-Operation oder bei Bluthochdruck richtig zu belasten.

„Nordic Walking ist eine wichtige Maßnahme für die Gesundheit“, erklärt Dr. Hendrik Schönbohm, Vorsitzender von GNU. Als diese Sportart von Skandinavien nach Deutschland gelangte, war es Professor Bielefeld von der Universität Flensburg, der die ersten Trainer ausbildete. Entwickelt, um Ski-Langläufern auch im Sommer ein Training zu ermöglichen, habe sich bald gezeigt, dass das zügige Wandern mit den Stöcken auch die Fitness ungeübter Personen steigert – auf sanfte Art und Weise. Die Stöcke sind wichtig, weil durch die Armbewegungen zusätzlich Muskeln in Aktivität versetzt werden. Die richtige Armbewegung ist entscheidend – wie ein Langläufer ohne Ski, aber nicht wie ein Wanderer mit Stöcken.

Um Interessenten ein Schnuppertraining zu ermöglichen, haben die Trainer immer Übungsstöcke dabei. Damit dies auch weiterhin der Fall ist, unterstützt die Sparkasse Mittelholstein die Gruppe regelmäßig. Auf dem Kolonistenhof übergab Frank Rehder von der Sparkasse in Büdelsdorf 18 Paar neue Spezialstöcke. „Wir möchten die Gesundheit fördern, sie ist schließlich das allerwichtigste“, betonte Rehder.

Ein Erfolgserlebnis für die Kursteilnehmer: „Sie machen auch mal Urlaub in den Bergen – was sie zuvor für unmöglich gehalten haben“, berichtet Klaus-Peter Juhl.

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