Segeln : Regatta-Auftakt auf dem Wittensee

Das Erfolgsteam vom Wassersportclub am Wittensee, Georg Borkenstein und Eike Dietrich, bewiesen erneut ihr Können auf dem heimischen Gewässer.
Das Erfolgsteam vom Wassersportclub am Wittensee, Georg Borkenstein und Eike Dietrich, bewiesen erneut ihr Können auf dem heimischen Gewässer.

Die Segler hatten zum Regatta-Beginn auf dem Wittensee am ersten Tag ideale Bedingungen. Der Start der Musto Skiffs musste allerdings abgesagt werden. Matthias Retzlaff lobt die Teilnehmer.

shz.de von
07. Mai 2015, 06:00 Uhr

Wittensee | „Wittenseefight“ - der Name war Programm, als sich 86 Segler in den Bootsklassen 29er, 505er und 14-footer spannende Wettfahrten auf dem unter Regattaseglern beliebten Revier lieferten. Aufgrund der guten Windverhältnisse am ersten Tag entschied sich Wettfahrtleiter Mathias Retzlaff noch am selben Tag dazu, vier der insgesamt fünf Wettfahrten durchzuziehen. „Bei den angesagten Starkwinden für den zweiten Tag wollte ich kein Risiko eingehen“, merkt Retzlaff an. Auch haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass am ersten Tag die Bedingungen noch gut, und der danach mit Windstille enttäuschte.

War zunächst auch die Bootsklasse Musto Skiff gemeldet, fand der Start für die Skiffs aufgrund mangelnder Teilnehmer nicht statt. Nur wenige Drehungen bei einem ansonsten stabilen Wind aus West machten die Wettfahrten für alle Teilnehmer kalkulierbar. Für das WSCW-Team Georg Borkenstein und Eike Dietrich im 14-footer war es nahezu ein Heimspiel: „Bei der vierten Wettfahrt haben wir den Start vergeigt“, gibt Steuermann Borkenstein zu, zeigte sich jedoch zuversichtlich, den letzten Lauf mit drei Runden zu gewinnen, so dass am Ende das schlechteste Ergebnis gestrichen werden kann. Recht anspruchsvoll ist die Konstruktionsklasse, die seit 1928 internationalen Status hat und damit älteste international anerkannte Bootsklasse ist. Bei einer Länge von 4,27 Metern erreicht das Boot bei knapp 60 Quadratmetern Segelfläche rund 30 Knoten, was in etwa 55 km/h entspricht.

Gehörten am ersten Tag etliche Kenterungen in allen Bootskassen zum Bild, hatten die Teams am zweiten Tag trotz stärkerem Wind ihre Boote besser im Griff. Stabil war die Wettfahrtserie bei den 29ern. Hier lieferten Finn und Knud Schröter vom Schlei-Segel-Club mit drei ersten und einem zweiten Platz nach Streichung der schlechtesten Wettfahrt mit drei Punkten Vorsprung ein souveränes Ergebnis ab. Bis zur letzten Wettfahrt war es dann noch bei den 505ern spannend, hier zog Jens Olbrysch mit Vorschoter Oliver Thies an den Favoriten mit nur einem Punkt vorbei.

Zufrieden zeigte sich Wettfahrtleiter Matthias Retzlaff nach der letzten Wettfahrt. Er lobte die Teilnehmer, die Fairness auf dem Wasser bewiesen: „Alles hat bestens geklappt, auch hatte die DLRG, die extra zur Sicherung mit vor Ort war, nur Zuschauerfunktion“.

Ergebnisse


14-footer: 1. Georg Borkenstein/Eike Dietrich (Wassersportclub am Wittensee; WSCW), 2. Axel Reinsch/Michael Krause (Segler Verein Stade/KielerYacht Club), 3. Jan Witte/Eike Ehrig (Schlei Segel Club; SSC; Baltische Segler Vereinigung; BSV)
29er: 1. Finn und Knud Schröter(SSC), 2. Lasse Prager/Mats Ehmsen (WSCW), 3. Tim Wegener/Thore Roskamp (Lübecker Yacht Club; LYC)
505er: 1. Jens Olbrysch/Oliver Thies (Hamburger Segel Club; HSC), 2. Hannes Wagner/Hannes Peckolt (vereinslos), 3. Lutz Stengel/Frank Feller, (Rostocker Yachtclub; ROYC)


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