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Kreative Köpfe : „Rauteck“: Startschuss für den Landeswettbewerb

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schülerunternehmen „Rauteck“ mit neuer Produktidee / Vorbereitungen für Landeswettbewerb in vollen Zügen

Eckernförde | Erfindergeist und unternehmerisches Geschick beweisen seit letztem Jahr 24 Schüler des 12. Jahrganges der Eckernförder Jungmannschule. Im Rahmen des „Junior“-Programms des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln haben die Schüler das Unternehmen „Rauteck“ (Recycelte AutoTeile Eckernförde) gegründet und produzieren und vermarkten seither den „Förde Öffner“ – ein Flaschenöffner aus ausgedienten Sicherheitsgurten von Autos. Von der Idee über den Materialeinkauf bis hin zu Vermarktung und Verkauf managen die Jungunternehmer ihre Firma selbstständig und operieren dabei wie ein Unternehmen auf dem freien Markt. Und das mit Erfolg: 411 Exemplare ihrer umweltverträglichen Flaschenöffner haben sie bereits verkauft und ihre Produktpalette kontinuierlich ausgebaut. Der „Förde Öffner“ ist inzwischen nicht nur in der einfachen „Raw-Edition“ (5 Euro) und als „Öffner mit Sti(e)l“ (10 Euro) erhältlich, sondern auch in Farbe.

Ganz im Sinne ihrer Unternehmensphilosophie – sozial- und umweltverträglich zu wirtschaften – wird „Rauteck“ demnächst ein neues Marktsegment mit einem recycelten Produkt erschließen. „Bisher haben wir nur die Schnallen verwertet“, so Marketingleiter Bjarne Klockemann (17). Nun sollen auch die Autogurte in geflochtenen Taschen Verwendung finden. Aufgrund der sehr hohen Sicherheitsstandards werden sie bei kleinsten Webfehlern bereits aussortiert. Seit Januar hat „Rauteck“ eine Kooperation mit Kompass 98, den Werkstätten der Diakonie Rendsburg-Eckernförde, die einen Großteil der Faltarbeit übernommen haben.

Doch nicht nur die Ideenwerkstatt der Schüler des Wirtschaft-Politik-Profils arbeitet emsig, auch der Vertrieb macht seinen Job: Seit Januar läuft der Vertrieb nicht mehr nur über die eigene Internetseite (www.rauteck.de). Inzwischen werden die Öffner auch im Getränkemarkt Behn im Kadekerweg, im Spieker am Innenhafen und in Kürze auch im Haushaltswaren und Geschenkartikelgeschäft „Reico“ in der Langebrückstraße angeboten.

So viel Unternehmergeist erfordert Zeit. „Das Projekt frisst schon viel Freizeit, wenn man sich richtig engagiert“, sagt Bjarne Klockemann. Nach der Schule investiere er noch rund zweieinhalb Stunden täglich in die Arbeit. In den letzten Wochen haben sich die Schüler vor allem auf das „Junior“-Programm konzentriert. „Wir haben viel Zeit in den Geschäftsbericht gesteckt“, sagt Vorstandsvorsitzender Jon-Vincent Drewes (18). Am Dienstag wurde das Papier fristgerecht abgeschickt. Der Geschäftsbericht ist die Eintrittskarte zum Landeswettbewerb, der am 23. April in Kiel stattfindet. Von insgesamt 38 Unternehmen werden die zehn besten gekürt, die dann beim Bundeswettbewerb Ende Juni in Berlin teilnehmen können.

Das Endergebnis jedes Unternehmens setzt sich aus vier Komponenten zusammen: Geschäftsbericht, Präsentation mit einem Messestand, Interview mit Mitarbeitern des Unternehmens und ein fünfminütiger Bühnenauftritt. Die Jungunternehmer aus Eckernförde sind optimistisch: „Die Chancen stehen nicht so schlecht für uns“, so Jon-Vincent Drewes.

Parallel zum „Junior“-Programm hat sich „Rauteck“ auch beim „Bundes-Schülerfirmen-Contest“ mit ihrer Idee angemeldet. Dort wartet ein Preisgeld von 2000 Euro auf sie, wenn sie den Wettbewerb gewinnen. Noch bis zum 31. Juli kann auf www.bundes-schuelerfirmen-contest.de für „Rauteck“ abstimmt werden. Im August wählt eine Jury unter den Top 20 die zehn Preisträger aus, die im Herbst bei einer großen Preisverleihung in Berlin gekürt werden.



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