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Förde-Öffner : Rauteck ist die beste Schülerfirma im Land

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

24 Jungmannschüler haben sich sich im Landesentscheid des Junior-Wettbewerbs durchgesetzt: Ihre Flaschenöffner aus alten Sicherheitsgurten gehen im Juni zum Bundesentscheid.

Eckernförde | Die Schülerfirma Rauteck hat es geschafft: Mit ihren Flaschenöffnern aus den Verschlüssen alter Sicherheitsgurte – den „Förde-Öffnern“ – haben die 24 Jungmannschüler am Donnerstag den 17. Landesentscheid des Juniorwettbewerbs vom Institut der deutschen Wirtschaft gewonnen. Sie setzten sich damit gegen acht andere Schülerunternehmen durch, die sich für die Endrunde qualifiziert haben, und werden vom 24. bis 26. Juni am Bundesentscheid im Berliner Wirtschaftsministerium teilnehmen.

Die anfangs für 10 Euro gehandelte Aktie steht nach 455 verkauften Förde-Öffnern mittlerweile bei 27 Euro. „Und es wird noch mehr werden“, verspricht Vorstandsvorsitzender Jon-Vincent Drewes. Denn auf ihren Lorbeeren wollen sich die Schüler nicht ausruhen. Sie arbeiten weiter an neuen Produkten. So soll neben der Raw-Edition, dem Förde-Öffner mit Sti(e)l, und der Art-Edition noch ein Öffner aus Metall hinzukommen. An einem Prototypen wird gearbeitet. Zielgruppe ist die Gastronomie, die als Großkunde gewonnen werden soll. Einige Gastronomen hatten sich in Vorgesprächen aus Hygienegründen gegen einen Holzgriff ausgesprochen.

Auch Handtaschen aus Sicherheitsgurten will das Unternehmen auf den Markt bringen. Allerdings muss das Institut für deutsche Wirtschaft zunächst eine Patentüberprüfung vornehmen: Ein anderes Unternehmen hat nämlich schon das Patent auf ein entsprechendes Flächenmuster. Solange stehen die Schüler in den Startlöchern.

Bei dem Landesentscheid am Donnerstag in der Sparkassen-Akademie mussten die Schüler einen Stand vorbereiten, ihre Geschäftsidee inklusive Produkt fünf Minuten lang präsentieren und ein siebenminütiges Interview mit der Jury führen. Weitere Kriterien waren die Geschäftsidee an sich, der Geschäftsbericht, die Medienpräsenz und der Gesamteindruck. In allen Bereichen konnten die Schüler punkten, überzeugten auch durch ihren Auftritt mit einheitlicher Kleidung inklusive Fimenschriftzug und Autowesten, um einen Bezug zu ihren Rohmaterialien, die sie von Schrottplätzen und Autohöfen bekommen, herzustellen.

„Wir wussten schon, dass wir zu den Besseren gehören, hätten aber nicht gedacht, dass wir gewinnen“, sagt Verwaltungsleiter Bendix Sibbel im Nachhinein. Immerhin fehlte eine Vergleichsmöglichkeit mit den anderen Unternehmen, von denen eines zum Beispiel ein regionales Gutscheinheft vertreibt, ein anderes dagegen Möbel aus Europaletten herstellt.

Gegen welche Unternehmen die Eckernförder beim Bundesentscheid antreten, wissen sie noch nicht: Die anderen Landesentscheide folgen erst noch. Theoretisch könnte danach noch der europaweite Entscheid folgen. Ob sie ihre Schülerfirma nach dem Wettbewerb weiterführen wollen, wissen sie noch nicht, wie Marketingleiter Bjarne Klockemann verrät: „Eine Weiterführung wird im privaten Rahmen evaluiert.“

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erstellt am 25.Apr.2015 | 05:37 Uhr

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