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6. Internationale Grillmeisterschaften : Rauchzeichen über Hemmelmark

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Rotaract Club Eckernförde hat am Sonnabend auf dem Campingplatz Hemmelmark seine 6. Internationalen Grillmeisterschaften mit 220 Teilnehmern ausgerichtet. Es war ein großer Spaß für alle.

von
erstellt am 18.Aug.2014 | 08:00 Uhr

„Beim Aufbau hat es geschüttet wie aus Kübeln ...“ Eine vergnügte Maxi Schütt, diesjährige Präsidentin der Eckernförder Rotaracter („Rotary“ plus „Action“: „Jugend in Aktion“), zupft sich die Löwenmähnenperücke zurecht und freut sich über den trockenen Sonnabend der 6. Grillmeisterschaft auf dem Hemmelmarker Campingplatz. „In diesem Jahr sind wir 220 Rotaracter, davon 45 aus Dänemark, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien und Südafrika.“

Südafrika – das ist das Stichwort: Was köchelt da bei den Eckernfördern im proppevollen Topf? „Das ist ein südafrikanischer Eintopf, ein ‚Potjie’. Das Rezept stammt von Francois van der Merwe aus Südafrika; er ist seit zwei Jahren bei uns dabei.“ Und der, wie auch Daniel Thomsen und Kai Schlösser in diesem Team in zotteliger Clarence-Perücke, macht einem den Mund wässerig mit der Beschreibung des Gerichtes: In Südafrika führen die Leute schon mal 400 Kilometer, um einander am Wochenende zu besuchen. Das Rindfleisch und das Gemüse – Kartoffeln, Zucchini, Möhren, Bohnen, Paprika, Zwiebeln, Pilze und die Brühe aus Weißwein und milden Chutney – benötigten insgesamt vier Stunden Kochzeit. Währenddessen säße man zusammen, unterhalte sich, trinke etwas. „Das ist eine Tradition, fast eine Zeremonie. Es heißt bei uns: ‚Man wird mit dem Essen gar ...“ Der Hemmelmarker ‚Potjie’ wird statt mit Beinscheiben mit kleinen Fleischstücken zubereitet, damit das fertige Gericht leichter von der Jury und danach von allen anderen probiert werden kann. Ebenfalls südafrikanisch und so lecker, dass die kleinen süffigen, würzigen, zart schmelzenden Appetithäppchen, die für jeden abfallen, eher als „Tortur“ denn als sättigende Gaumenfreude empfunden werden: „Braaipaai“, gewürztes Rinderhack mit Fetawürfeln in Blätterteigtaschen – fantastisch.

Neben den Löwen wirbeln die Rotaracter Eckernförde-Borby im Fischerhemd. Schlager von der Waterkant künden davon, wer hier zugange ist und zart marinierte, nein, nicht Matjes, sondern Hähnchenfilets unter die Leute bringt. Auf der anderen Seite: Motto 50er Jahre; das ist Hamburg-City, der neueste Club auf dem Platz. Mädchen in luftigen Pettycoats schichten feine Zutaten zu Burgern und hoffen auf viele viele Punkte von der Jury.

Frederik Rimpf, dieses Jahr mit Roman Strauß in der Wettbewerbsleitung, amüsiert sich unterdessen köstlich über die Bochumer, die, mit Ruß im Gesicht, Grubenhelmen auf dem Kopf und Förderturm auf der Deko, ihre Kreation in den Wettbewerb geben: „Sie haben der Jury Schuhsohlen mit einem Schlag Curry-Ketchup kredenzt.“ Aber immerhin – der Ketchup ist selbst gemacht. Und sie haben Spaß dabei, die Musik wummert – die Bochumer machen Party. Als bei den Borbyern Heidi Kabels Hamburg-Lied heimelig aus den Boxen schunkelt („In Hamburch sagt man tschühüß, das heißt auf Wiedersehn’ ...), spätestens da ist klar: Nun liegt alles in der Hand der Jury.

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