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Eckernförder Beliebung : Rauch im Rathaus und Malzbier in der Kehle

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Beliebung von 1629 hat mit ihrer Generalversammlung die Gildezeit beendet und auf das Vater-Sohn-Doppel der Bürgerschützengilde ein Vater-Sohn-Tripel aufgesetzt.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 05:50 Uhr

Eckernförde | Zur Gildezeit riecht es im Rathaus würzig. Nach Tabak, Rauchen ist dort normalerweise streng verboten ist. Aber die Gildezeit ist die Ausnahme. Und so genossen es die Abordnungen der vier Eckernförder Gilden seit Dienstag nach Pfingsten bis gestern Nachmittag sichtlich, ihre weißen Tonpfeifen in Gang zu setzen und Rauchschwaden im Ratssaal zu hinterlassen. Gestern war die Eckernförder Beliebung von 1629 zum Rathausempfang eingeladen, auf dem von Bürgermeister Jörg Sibbel und Ehren-Ältermann Arnold Metzger die neu entfachte gute Gemeinschaft der vier Gilden gelobt wurde (siehe Bericht rechts).

Im Anschluss ging es zur Generalversammlung in den Mango’s Saal, wo die Aufnahme neuer Mitglieder im Mittelpunkt stand. Bemerkenswert war, dass sechs neuen männlichen Mitgliedern zehn weibliche gegenüberstanden, und das wo Ehrenältermann Arnold Metzger doch stets auf die Tradition der männlichen Verbundenheit pocht.

In diesem Jahr gab es eine Besonderheit: Nachdem die Bürgerschützengilde von 1570 ein Vater-Sohn-Doppel aus König und Königsschützen vorgelegt hatte, schaffte die Beliebung ein Vater-Sohn-Tripel. Die beiden Söhne Andreas und Matthias des 1. Beisitzers Hermann Wolter unterzogen sich dem Aufnahmeritual und leerten als eine Art „Männlichkeitsprüfung“ den mit Malzbier gefüllten Willkomm-Pokal in einem Zug. Auch Oberst Lars Vondenhoff und Hauptmann Marc Grimm der Bürgerschützengilde beförderten sich mit einem Schluck in die Gilde, wobei Lars Vondenhoff ein rekordverdächtiges Tempo an den Tag legte. Auch Oliver Folge und Hartwig Tews meisterten die Prüfung mit Bravour. Ebenfalls aufgenommen – allerdings ohne Trinkprüfung – wurden Anke Göttsch, Renate Aßmann, Christel und Louisa Fries, Andrea Richenberger, Johanna Witt, Margot Karstens, Brigitte Reimann, Verena Sobotta und Claudia Franz.

Die Versammlung leitete in gewohnt humorvoller Weise der Ehrenältermann Arnold Metzger in Vertretung des erkrankten Ältermanns Klaus-Peter Holst. Bürgervorsteherin Karin Himstedt äußerte mit einem Augenzwinkern einige Sorgen, ob die Beliebung bei 105 weiblichen und 192 männlichen Mitgliedern langsam von den Frauen übernommen werde, während Kreispräsident Lutz Clefsen an die Flüchtlingssituation erinnerte und die Gilden mit ihrem Willen zur Gemeinschaft ein Vorbild für die Gesellschaft nannte. Einen kleinen Wettbewerb lieferten sich die Gilden bei der Werbung des Marine-Standortältesten Michael Blunk: Arnold Metzger sah ihn in einigen Jahren aus dem Pokal trinken, Aribert Bramhoff als Vorsitzender der Bürgerschützengilde wies darauf hin, dass er schon bei der nächsten Versammlung im November in seine Gilde eintreten könne, und Lorenz Marckwardt von der Borbyer Gilde wollte ihm noch am selben Abend ein Eintrittsformular geben.

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