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Eckernförder Zeitung

17. August 2017 | 21:57 Uhr

Auslauf : Rastparadies für Hunde auf Reisen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eingezäunter Freilauf an der Raststätte Hüttener Berge Ost bietet Vierbeinern und ihren Besitzern eine entspannte Pause auf 10 000 Quadratmetern

Ferienzeit – Reisezeit. Jedes Wochenende ziehen Tausende von Urlaubern über die A7 durch Schleswig-Holstein. Und oftmals haben sie etliche Stunden Fahrt hinter sich, wenn sie die Rader Hochbrücke passiert haben. Sich dann einmal zwischendurch die Beine vertreten zu können, ist nicht nur für Fahrer und Beifahrer wichtig. Auch mitreisende Hunde sind froh, wenn sie zwischendurch einmal ihren Pfoten freien Lauf lassen können. Gelegenheit dazu haben sie direkt an der Raststätte Hüttener Berge Ost – in einem eingezäunten Areal von 10 000 Quadratmetern.

Schon die Hundebar am Eingang lässt erahnen, dass dieser Rastplatz ein Herz für Vierbeiner hat. Hinter dem Restaurant liegt der Waldgarten, in dem Besucher sich unter Bäumen auf einer Liege lang machen, im Strandkorb oder auf der Picknickbank Platz nehmen und entspannen können. Dort gibt es auch ein Baumhaus, an dem Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga ihre helle Freude gehabt hätten. Dahinter liegt der Freilauf für Hunde, der von Sandro genau beobachtet wird. Der Esel gehört ebenfalls zum Gelände und liebt es, sich am Zaun mit den Vierbeinern auszutauschen und ein kleines Rennen zu liefern. Sein Gehege teilt er mit Bacon, dem Schwein, fünf Ziegen und drei Schafen, einigen Kaninchen und Hühnern. „Mit den Kaninchen hat es angefangen, und dann kamen nach und nach die anderen Tiere dazu“, erklärt Betriebsleiterin Maike Neve. Die meisten waren von ihren Besitzern nicht mehr gewollt. „Bei uns haben sie es gut“, sagt Neve. Und das spürt man – ohne Scheu nähern sich die Tiere Besuchern, luken neugierig durch die Bretter des Zauns.

In dieser Atmosphäre, die etwas von Bauernhofidylle hat, können Hunde auf Reisen den Gerüchen, die in ihre sensiblen Nasen aufsteigen, nachgehen, toben oder zu Füßen von Herrchen und Frauchen, die es sich im weitläufigen Gelände auf einer Decke oder auf einer der Bänke bequem machen können, einfach nur entspannen. „Über die Hunde sind hier schon manche Urlaubsbekanntschaften entstanden“, weiß Neve, die etliche Gäste nicht nur auf dem Hin-, sondern auch noch auf dem Rückweg sieht. „Auf dem Weg Richtung Süden fahren viele eine Schleife, um noch einmal in den Auslauf zu kommen.“ Stress gab es unter den Vierbeinern noch nie – alle laufen ohne Leine.

Das Angebot wissen nicht nur Urlauber zu schätzen. Auch Hundeschulen aus der Region suchen den Freilauf an der Raststätte gern auf. Einmal im Jahr ist er sogar Treffpunkt für Halter von geretteten Straßenhunden aus Osteuropa. „Dann haben wir hier über den ganzen Tag rund 100 Hunde“, erzählt Maike Neve. Und auch einzelne Hundebesitzer, die in der Umgebung zuhause sind, kommen regelmäßig. Dass der Freilauf so gut angenommen wird, freut Betreiberin Andrea Fischer-Hansen. Sie selbst hat Hunde und schuf das in Deutschland einmalige Angebot vor sechs Jahren, weil sie es leid war, dass Hunde auf Reisen abseits der Autobahn auf einem Grünstreifen ausgeführt werden müssen. Nur hin und wieder hat sie Grund, sich zu ärgern – wenn Gäste das Angebot, dessen Unterhaltung einiges kostet, missbrauchen und sich für ein Picknick Essen und Getränke von zuhause mitbringen. Das sei unfair, macht Fischer-Hansen deutlich und appelliert, für die Verpflegung auf die Raststätte zurückzugreifen.

Nicht von der Autobahn abfahren zu müssen, um mit dem Hund Gassi zu gehen – „so eine Möglichkeit ist klasse“, findet Sven Lohmann aus Hamburg, der mit seiner Familie, zu der zwei Eurasier gehören, auf dem Weg in den Dänemarkurlaub ist. „Davon könnte es gern mehr geben“, fügt seine Frau Birgit hinzu.

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erstellt am 02.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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