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Eckernförder Zeitung

17. August 2017 | 17:51 Uhr

Zu schnell : Raserei in Revensdorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Autos und Lkw fahren zu schnell in den Ort hinein. Tempo 30 wird ignoriert. Tagesmutter Andrea Brügmann fordert Abhilfe vom Kreis.

In der Tempo 30 Zone in der Raiffeisenstraße in Revensdorf, der L 44, wird viel zu schnell gefahren. Das beklagt Tagesmutter Andrea Brügmann aus Revensdorf. Jeden Morgen ist sie mit ihren Kindern im Dorf unterwegs, um ihre eigenen und die ihr anvertrauten Kinder in die Kita De Dörpsmüüs oder zur Schulbushaltestelle zu bringen oder einen Ausflug mit ihnen zu unternehmen. „Leider müssen wir Eltern feststellen, dass sich die wenigsten Autofahrer an die dort vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung halten“, sagt sie. Das sei auch in der Vergangenheit schon so gewesen. Doch seitdem die Rader Hochbrücke für Lkw gesperrt ist, habe der Verkehr durch Revensdorf, deutlich zugenommen.

An den Ortseingängen werde kaum auf Tempo 50 herunter gebremst, und viele Autofahrer scheinen die 30er Zone am Kindergarten gar nicht wahrzunehmen, stellt sie immer wieder fest. Gott sei Dank werde manchmal geblitzt, und einige Raser bremsten ab, sagt sie. Aber sie hat große Angst, dass dort etwas passiert. In einem Schreiben an den Kreis, der für die L 44 zuständig ist, bittet sie nun um eine Ortsbesichtigung, um hier eine Lösung zu finden. Sie denkt an eine optische Verengung der L 44 im Ortsteil Revensdorf. Einige Autofahrer hätten sie sogar schon beschimpft oder ihr den Vogel gezeigt, wenn sie mit ihren zwei bis sieben Kindern am Straßenrand steht und die Tempo-30-Zone anzeigt, erzählt sie. Und wenn sie die Raiffeisenstraße mit ihren Kindern am Kindergarten überqueren will und ein freundlicher Autofahrer anhält, winkt sie ihn lieber durch und stößt dabei auch auf Unverständnis. Aber sie könne sich nicht darauf verlassen, dass die nachfolgenden Autos auch anhalten, erklärt sie. Oft überhole der zweite oder dritte Fahrer den ersten, und das sei ihr zu unsicher. Viele Kinder, Einwohner, Eltern und Mitarbeiter der Kita seien besorgt, weil die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht eingehalten wird, weiß sie. „Es sollte nicht erst etwas passieren, bevor gehandelt wird.“

Die Sperrung der Rader Hochbrücke für Lkw gelte nur bis Ende November, gibt Günter Wischnewski, Leiter des Fachbereichs Verkehr in der Kreisverwaltung, zu bedenken. In der Kürze der Zeit ließen sich keine baulichen Veränderungen an der Straße realisieren, die von der Gemeinde zu zahlen wären, erklärt Wischnewski. Er bot an, eine Geschwindigkeitsmessung mit Videoanlage zu machen. Dann habe man Werte, die es zu analysieren gilt.



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erstellt am 24.Sep.2013 | 15:20 Uhr

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