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Massives Polizeiaufgebot : Randale bei Lindauer Scheunenfete

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zum 13. Mal veranstaltete die Landjugend Lindau-Revensdorf ihr fröhliches Fest. Ein Polizeieinsatz wirft einen Schatten auf die Veranstaltung .

Lindau | Was friedlich begann, endete mit einem massiven Polizeiaufgebot. Am Sonnabendabend bot sich zahlreichen Gästen der Scheunenfete zum 13. Mal die Möglichkeit, gemeinsam mit Freunden und Bekannten einen geselligen Abend in ausgelassener Atmosphäre zu erleben. Die Landjugend Lindau-Revensdorf hatte auch in diesem Jahr mit viel Liebe zum Detail ein in sich stimmiges und abwechslungsreiches Konzept auf die Beine gestellt, das die feierfreudigen Besucher mit vier verschiedenen Motto-Tresen und mitreißender Musik von DJ Arne auf den Hof Hinz lockte.

Wer seinen Füßen ein wenig Erholung vom Tanzen gönnen wollte, konnte es sich mit einer leckeren Wurst vom Stand der Traditionsfleischerei Neidhardt oder einem erfrischenden Getränk auf einer der zahlreichen Bierzeltgarnituren bequem machen und das bunte Treiben in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Scheune beobachten.

„Unser Aufbau hier dauert immer ein bisschen länger als bei anderen Veranstaltungen“, verriet die erste Vorsitzende der Landjugend, Nathalie Andresen, die mit 35 Helfern schon seit Mittwoch auf dem Gelände tätig war. „Aber dafür gibt es hier viele Kleinigkeiten, wie zum Beispiel den Schlitten auf der Aprés Ski Hütte, zu entdecken“, sagte sie. Das Engagement der jungen Leute zahlte sich auch am vergangenen Wochenende wieder aus: Bis um 3 Uhr morgens feierten die Gäste aller Altersgruppen ausgelassen und friedlich zu Charthits und beliebten Klassikern. „Wir legen hier großen Wert auf eine familiäre Atmosphäre“, betonte Pressesprecherin Ann-Katrin Göpfert. „Da sich unsere Besucher meistens aber auch untereinander kennen, ist das aber gar kein Problem“, erklärte sie.

Diesen Eindruck bestätigte auch Fynn Möller aus Osdorf, der schon zum wiederholten Mal an der Veranstaltung teilnahm. Dadurch, dass man jeden kenne, habe man das Gefühl, gemeinsam mit Freunden zu feiern, so der 19-jährige Schüler.

Der friedliche Charakter des fröhlichen Festes wurde in den frühen Morgenstunden empfindlich gestört. Erstmals in der Geschichte der Scheunenfete der Landjugend Lindau gab es Krawall, der ein massives Polizeiaufgebot erforderte. Gegen Ende der Veranstaltung kam es nach Angaben der Polizei zu diversen Körperverletzungen unter den verbliebenen 200 Feiernden, die nur mithilfe weiterer Funkstreifenwagen aus dem Kreisgebiet Kiel und Neumünster beruhigt werden konnten. „Wie genau es plötzlich zu dieser aufgebrachten Stimmung kommen konnte, weiß keiner so genau“, erklärte Nathalie Andresen in einer offiziellen Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung. „Wir hatten das Licht bereits an- und die Musik ausgemacht“, so die erste Vorsitzende. Die Gästen seien bereits entspannt auf dem Rückweg zu ihren Autos und den Taxen gewesen, als auf der Schafskoppel zwischen dem Veranstaltungsgelände und den Parkplätzen die Stimmung zwischen einigen Besuchern gekippt sei, sagte sie. Als schließlich weitere Polizeiwagen zur Verstärkung eintrafen, sei das Szenario für einen kurzen Moment sehr beunruhigend gewesen, allerdings habe die Polizei die Situation sehr schnell wieder beruhigt, betonte Nathalie Andresen.

Im Verlauf der deeskalierenden Maßnahmen wurden nach Angaben der Polizei zwei der insgesamt dreißig Einsatzkräfte leicht verletzt. Letztendlich musste die Polizei den Festplatz räumen. Gegen 4.30 Uhr herrschte schließlich Ruhe. Die vorläufige Bilanz der Ereignisse aus Sicht der Polizei lautet: Strafanzeigen wegen diverser Körperverletzungen, zwei Anzeigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, vier Ingewahrsamnahmen sowie zahlreiche Platzverweise.

„Es ist sehr schade, dass der ansonsten schöne Abend gegen Ende unter den Ausschreitungen einer kleinen Gruppe leiden musste. Allerdings sind wir sehr froh darüber, dass alle Beteiligten lediglich leichte Verletzungen erlitten haben und dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist“, so die erste Vorsitzende, die sich auch in diesem Jahr bei der Organisation gemeinsam mit ihren Helfern an jegliche Sicherheitsbestimmungen gehalten hatte.
 

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