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Eckernförder Zeitung

22. August 2017 | 09:27 Uhr

Sommerfest : Räuchern mit Handauflegen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Sommerfest in der Alten Fischräucherei herrschte ein regelrechter Besucheransturm. Der Altstadtverein spendete 2500 Euro für die weiteren Renovierungsarbeiten.

Eckernförde | Ein Besuchermagnet für Touristen und Anwohner ist die Alte Fischräucherei in der Gudewerdtstraße 71. Kaum öffneten sich am Sonnabend die Tore zum Sommerfest, strömten die Besucher in Scharen hinein. Ein gut gelauntes ehrenamtliches Team hatte ein buntes Programm zusammengestellt.

Allen voran stand das Schauräuchern, getreu dem Spruch: „ Wat plagt ji jüm un quält jüm af, mit dusend lege Saken, in Eckernför, dar hebbt wi’t rut ut Sülver Gold to maken“. Immer wieder war es für die Gäste ein besonderer Moment, wenn sich die Tür des Altonaer Ofens öffneten und aus dem Räucherqualm die goldfarbenen Sprotten zum Vorschein kamen.

Sichtlich entspannt hatte Susanne Jagemast rund 20 Kilogramm Sprotten unter den Augen der Gäste aufgesteckt. Räuchermeister Hartmann Hesse und seine Gehilfen Anja Ketelsen und Thilo Fock gaben während des Demonstrationsräucherns Informationen über die Brenndauer und den Holzverbrauch und ermittelten die Temperatur durch einfaches Handauflegen an der Ofentür. Mit launigen Sprüchen von Uwe Bengius fanden die Sprotten schnell ihre Abnehmer.

Während der Führungen konnten sich die Besucher über die Abläufe und Arbeitsbedingungen in der Fischerei und Räucherei aus der ersten Hälfte des vorherigen Jahrhunderts informieren. Christiane (34) und Franz Hagen (38) aus Kaiserslautern waren begeistert: „Wir haben schon im Vorfeld von der Museumsräucherei gehört und freuen uns, dass das Sommerfest in unsere Urlaubszeit gefallen ist. Toll, dass die Zeit der Fischerei und Räucherei und das Maritime dieser schönen Ostseestadt so lebendig dargestellt wird. Was hier geleistet wird, beeindruckt uns sehr.“

Uwe Burscheid vom Vorstand des Altstadtvereins überreichte Katharina Mahrt einen Scheck über 2500 Euro: „Unser Respekt gilt allen ehrenamtlichen Helfern, die dieses museale Kleinod, ein prägendes Stück Geschichte unserer Stadt, entstehen lassen. Allen voran der Vorsitzenden Katharina Mahrt, die sich unermüdlich für den Erhalt der Altstadt und der Tradition und Geschichte um die Fischerei verdient gemacht hat.“ Bereitwillig gab die Vorsitzende Auskunft über die bisherigen Bauabschnitte und lädt Interessierte ein: „Wir haben jeden Sonnabend von 10 bis 13 Uhr geöffnet, es ist immer ein Vereinsmitglied da, um Auskunft zu geben oder herumzuführen.“

Jörg Lüthjohann lud zum spontanen Singen im Sprottenchor ein. Kräftig tönten bekannte Lieder wie „Hamborger Veermaster“, „Wo de Ostseewellen trecken“ oder „Kennt ji all dat niege Leed“ durch den Garten. Vom Bewirtungsteam unermüdlich mit Kaffee und Kuchen, einem Imbiss und Wein versorgt, fanden sich die Besucher schnell zum Klönschnack unter den Linden und freuten sich über die musikalische Darbietung der Eckernförder Musik-Gruppe „The Bright side“.

Mit viel Geduld und Ausdauer konnten die kleinsten Besucher unter der Anleitung von Fischer Wolfgang Sprottenkisten nageln oder bei Fischer Rolf Geschicklichkeitsspiele und Seiltricks lernen, oder ganz einfach bei Helga Giese ihr Glück beim „Sprottenpuck-Spiel“ versuchen.

 

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