zur Navigation springen

Räucherei-Schornstein: 1800 Steine gewechselt

vom

Drei Schornsteinbauer haben den Schlot wieder herausgeputzt / 90 000 Euro Kosten

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Eckernförde | Ein großer Brocken auf dem Weg zum fertigen Räuchereimuseum ist geschafft: Ende der Woche wird der Schornstein der 93 Jahre alten Fischräucherei Hopp fertig. Fast 90 000 Euro kosten die Restaurierungsarbeiten. Für den Auftrag kamen eigens Mitarbeiter eines Unternehmens aus Sachsen-Anhalt auf die Baustelle.

Räuchereivereinsvorsitzende Katharina Mahrt freut sich: Die drei Schornsteinbauer haben ganze Arbeit geleistet - und das auch noch schnell. Mitarbeiter Thomas Maurer erklärt: "Wir haben 1800 kaputte Steine gegen neue Steine ausgewechselt und den Schornstein komplett neu verfugt." Das schafften sie innerhalb eines knappen Monats. Am 23. Juli haben die Arbeiten begonnen, am Wochenende sind sie fertig. Das Gerüst wurde dabei außen am Schlot befestigt und rückte mit dem Baufortschritt immer weiter nach oben in die Höhe von 18 Metern.

Ein Problem stellte sich mit dem Baumaterial: Die Steine für gemauerte Schornsteine werden nicht mehr in Serie hergestellt, woher diese speziellen Radialklinker bekommen, sei ein kleines Geheimnis, so Thomas Maurer. Er bestätigt, dass der Schornstein mit Abschluss der Arbeiten wieder voll funktionstüchtig ist.

Ende des Jahres 2014 möchte der Verein erstmals zum Räuchern in das Museum an der Gudewerdtstraße einladen. Bis dahin ist jedoch noch eine Menge zu tun. Bauleiter Hartwig Deimel schätzt, dass etwa ein Drittel der Arbeiten bis jetzt geschafft sind, um den Komplex in den Zustand zu versetzen, wie er 1962 verlassen worden ist. Beim ersten Räuchertermin werde auch noch längst nicht alles fertig sein, denn der Innenausbau habe noch gar nicht begonnen, so Katharina Mahrt. Zuerst werde nun das Dach erneuert. Damit es noch vor dem Herbst fertig wird, braucht der Verein Alte Fischräucherei noch Helfer, um die alte Teerpappe abzureißen. "Wir brauchen auch Leute, die Hilfsarbeiten machen, etwa scheuern, schleifen, Müll abtransportieren", sagt Katharina Mahrt. Viel Eigenleistung sei nötig, weil das Geld knapp ist. "Es zeichnet sich ab, dass alles teurer wird als gedacht", sagt sie. Helfer können jeden Sonnabend ab 10 Uhr zur Räucherei kommen oder sich bei Katharina Mahrt unter Tel. 712222 melden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen