Radweg bringt Schlei näher zur Ostsee

Seit Mitte März wird am neuen Radweg zwischenThumby und Sensby gebaut. Bürgermeister Joachim Siebke besuchte die Baustelle und ließ sich von den Brüdern Steve (l.) und Kevin Walter den aktuellen Stand erklären. Foto: Steinm,etz
Seit Mitte März wird am neuen Radweg zwischenThumby und Sensby gebaut. Bürgermeister Joachim Siebke besuchte die Baustelle und ließ sich von den Brüdern Steve (l.) und Kevin Walter den aktuellen Stand erklären. Foto: Steinm,etz

Seit Mitte März wird am neuen Radweg zwischen Thumby und Sensby gebaut / Fertigstellung bis Ende Juni geplant

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06. April 2011, 08:17 Uhr

Thumby | In Thumby wird schwer gearbeitet. Die Ortsdurchfahrt ist aufgerissen, die Fahrbahn teils entfernt, die Verkehrsinsel schon zurückgebaut. "Endlich", sagt Joachim Siebke, Bürgermeister von Thumby. "Bis zur letzten Minute haben wir um den Baustart gebangt", sagt er und ist glücklich, dass der Kreis als Bauträger nicht nur einen Radweg zwischen Sensby und Thumby baut, sondern die Verschleißdecke der K 77 erneuert. Man habe schon fast keine Hoffnung mehr gehabt, berichtet der Bürgermeister davon, dass der Kreis schon seine Förderzusage zurück ziehen wollte. Dank der Bemühungen von Gemeinde, Amtsverwaltung und Kreistagsabgeordneten gab es noch eine Bauzusage. An sich sollte der Bau auf dem etwa 1,2 Kilometer langen Abschnitt schon Ende letzten Jahres beginnen, aber der Winter kam dazwischen. Und auch im Frühjahr seien die Wetterbedingung nicht ideal gewesen, so dass erst seit etwa Mitte März gearbeitet wird. Das aber nun mit Volldampf, so Siebke. Die Fertigstellung soll bis Ende Juni erfolgen.

Damit das möglich ist, benötigt die Baufirma Hachmann einen gewissen Zeitabschnitt lang eine Vollsperrung, berichtet Siebke. Details würden noch bekannt gegeben werden. Während der Vollsperrung soll vor allem die Kreuzung in Thumby samt Verkehrsinsel neu gestaltet werden. Parallel dazu wird der kombinierte Rad und Fußweg auf der südlichen Seite der Straße neu aufgebaut. "Den Fußweg haben wir gewollt", sagt Siebke. Er soll die Sicherheit der Bürger zu den Bushaltestellen erhöhen. Die bisherigen Haltespuren für den Bus werden allerdings entfallen, sie müssen künftig auf der Fahrbahn halten, berichtet Siebke von der derzeitigen Planung. Der Gemeindeanteil an den Radwegbaukosten liegt bei etwa 110 000 Euro.

Konnte die Gemeinde den Radwegbau von Sensby bis Thumby erfolgreich umsetzen, so scheiterte die Hoffnung, den Abschnitt zwischen Thumby und Vogelsang-Grünholz ebenfalls erstellen zu lassen. Damit wäre ein Lückenschluss zwischen Ostsee und Schlei gelungen, so der Bürgermeister. Der Kreis zog seine Mittel jedoch zurück. Das Land hätte sich wohl beteiligt, so der Bürgermeister, aber Thumby hätte zusätzlich noch den Anteil des Kreises übernehmen müssen. Unter dem Strich wären das gut 400 000 Euro geworden, auch für Thumby zu viel, wie die Gemeindevertretung damals entschied (wir berichteten) und ablehnte.

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