zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 01:21 Uhr

Auf Radiotour : R.SH-Chor singt mit Mark Forster

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

20 R.SH-Hörer singen mit Mark Forster die neue Single „Chöre“ ein / Sänger stellt sich den Fragen der EZ-Jugendredaktion

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 06:02 Uhr

Mark Forster ist gerade unterwegs auf Radiotour und hat auch einen Zwischenstopp im R.SH-Funkhaus in Kiel eingelegt. Dort durften 20 glückliche Gewinner zusammen mit ihm seinen neuen Song „Chöre“ aufnehmen. Danach nahm sich der Sänger auch für die EZ-Jugendredaktion Zeit und erzählte von seinem neuen Album „Tape“. Außerdem verriet er, wer genau „Natalie“ ist und was er sich dieses Jahr vom Weihnachtsmann wünscht.

Was hat es mit dem Namen deines neuen Albums „Tape“ genau auf sich?
Mit „Tape“ meine ich meine alten Musikkassetten. Ich hatte früher in meinem Kinderzimmer eine Kompaktanlage stehen mit einem Kassettendeck. Damit konnte ich direkt Songs aus dem Radio aufnehmen. Damals gab es noch kein Spotify oder YouTube, deshalb musste ich immer auf meine Lieblingslieder warten. Aus diesen Aufnahmen hat sich ein richtiges Album entwickelt, mit allen meinen Lieblingssongs. Ich wollte nun eine Platte machen, die genau so abwechslungsreich ist wie mein altes Kinderzimmertape und sich außerdem auch warm und nach zu Hause anfühlt.


Für deinen Song „Chöre“ hast du mit den berühmten „Harlem Gospel Singers“ zusammengearbeitet. Wie war diese Zusammenarbeit für dich?
Es war verrückt. Wir sind dafür nach New York geflogen und waren in einem richtig coolen Studio in der Nähe vom Time Square, wo sonst nur so Leute wie Jay-Z ihre Alben aufnehmen. Die Harlems kamen dann von Brooklyn nach Manhattan, was auch erst für sie komisch war und sie kannten mich auch nicht. Wir waren dann so „German-mäßig“ vorbereitet mit Notenblättern und allem und wollten gleich loslegen, doch sie meinten, sie können gar keine Noten lesen. Wir sollten ihnen lieber erklären, wovon der Song handelt und welches Gefühl sie transportieren sollen. Dann haben wir es einfach so entwickelt. Solche Sachen wie die Mehrstimmigkeit ist beim besten Gospelchor der Welt einfach Standard, dafür brauchen die keinen Noten. Sie machen es mit viel Gefühl und Power. In diesen drei Tagen mit den Harlems habe ich wahnsinnig viel gelernt.


Für welchen Song hast du am längsten gebraucht zum Schreiben?
Das ist schwer zu sagen. Ich mache es eigentlich immer so, dass ich mir Themen aufschreibe, über die ich gerne ein Lied schreiben möchte und dahinter überlege ich mir Phrasen und Wörter, die das dann beschreiben, z.B., „Neues Leben“ ( Au revoir). Darüber mache ich mir dann lange Gedanken und habe auch schon vieles in meinem Kopf vorgeschrieben, bevor ich anfange das zu reimen. Bis ich so das Grundgerüst habe, geht das bei mir relativ schnell, nachdem ich eine Zeit lang daran herumgebrütet habe und dann putze ich einen Monat lang daran herum. Das mache ich bei allen meinen Songs so.


Deinen Song „Natalie“ hast du deiner Schwester gewidmet. Du nennst normalerweise niemanden persönlich in deinen Songs. Wie kam es dazu, dass du es jetzt doch getan hast?
Alle meine Songs haben direkt etwas mit mir und meinem Leben zu tun. Ich versuche immer ehrlich und offen zu sein, erzähle aber nicht gerne, an wen sich der Song genau richtet. „Natalie“ ist da die große Ausnahme. Meine Schwester und ich haben ein sehr schönes Verhältnis. Wir sagen uns aber nicht ständig wie lieb wir uns haben, das läuft bei uns eher über schubsen und Haare ziehen. An dem Tag war ich einfach in der Stimmung und dann ist es so passiert. Es war mir eine lange Zeit auch peinlich ihr gegenüber, denn sie heißt wirklich Natalie. Ich habe ihr dann den Song geschickt und sie gefragt, ob es in Ordnung für sie ist. Meine Schwester hat sich den Song dann im Büro angehört und musste anfangen zu weinen. Sie hat den Song auch ihren Kollegen vorgespielt, die auch weinen mussten. Zusammen haben sie einstimmig entschieden, dass es in Ordnung ist.


Deine Mutter kommt aus Polen. Hast du ein speziell polnisches Lieblingsessen? Und bist du fähig es zu kochen?
Mein Lieblingsessen ist natürlich „Bigos“. Das ist so der Klassiker in Polen. Ein Gericht mit Sauerkraut, Wurst, Lorbeerblättern und weiteren mir unbekannten Zutaten. Das Gute daran ist, man muss es immer wieder aufwärmen und erst nach zwei Wochen schmeckt es richtig gut. Noch habe ich mich aber noch nicht selber da heran getraut. Der Grund dafür ist wahrscheinlich, dass ich Weihnachten immer in Warschau mit meiner ganzen Familie feiere und da gibt es immer so viel Bigos, das reicht dann für das ganze Jahr.


Was steht denn auf deiner Wunschliste für den Weihnachtsmann?
Also ich bin jemand, den man richtig schwer beschenken kann. Wenn ich etwas gerne haben möchte, also Materielles, dann kaufe ich es mir meistens so. Außer es ist etwas ganz teures, aber das schenkt dir dann auch keiner zu Weihnachten. Ich freue mich auch nicht so über Geschenke. Ich freue mich eher über die Zeit, die ich dann mit meiner Familie zusammen verbringe. Wenn ich jemanden etwas schenke, dann ist es auch immer nur ein Buch, das weiß bei mir jeder. Das hat genau den richtigen Preis und jeder braucht es irgendwann einmal.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen