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Sandaufschüttungen : Qualität reicht noch nicht

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stinkende Schlickhaufen sind inzwischen entfernt – Eckernförde wartet weiter auf feinen Sand aus Aschau. 6000 Kubikmeter sollen verteilt werden.

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erstellt am 09.Feb.2017 | 06:31 Uhr

Eckernförde | Die stinkenden Schlickhaufen, die am Montag am Strandabschnitt An de Dang zur Strandaufschüttung angeliefert worden waren, sind weg. Ein Haufen sei vom Fuhrunternehmen entfernt und abtransportiert worden, ein kleinerer in den Strand eingearbeitet und in den Uferbereich geschoben worden, sagte Tiefbauleiter Axel Sperber gestern auf EZ-Anfrage. „Unkritisch“ sei das, da es sich um organisches Material handle, das nun mal überall am Grund der Ostsee und somit auch bei den Baggerarbeiten vor Aschau vorkomme. Selbstverständlich werde man das von Giftstoffen oder Schwermetallen freie Material nicht zur Sandaufschüttung verwenden, sondern abwarten, bis vor Aschau feiner, reiner Sand gefördert und mit Schuten nach Eckernförde transportiert wird. Das kann heute oder morgen soweit sein, sagt Sperber. Die Arbeiten seien auch witterungsabhängig. Er hatte die Annahme weiterer Ladungen am Montag verweigert, weil die Qualität nicht den Erfordernissen entsprach.

Gestern bei grimmigen Winterwetter wummerte der Schiffsdiesel der Bagger-Schute an der Außenmole vor sich hin. Die Besatzung saß im warmen Führerhaus und wartete auf ein Abflauen des Ostwindes und besseres Wetter. Die gestern vorherrschenden Windstärken von 4 bis 5 erlaubten es aus Sicherheitsgründen nicht, mit der beladenen Schute auf die freie Ostsee zu fahren, um dort die Luken zu öffnen und den Schlick zu verklappen. Heute soll sich der Wind laut Prognose auf Windstärke 2 bis 3 beruhigen, so dass die Fahrt zum genehmigten Abladestelle wieder möglich wäre und die Arbeiten vor Aschau und die Anlandung in Eckernförde wieder aufgenommen werden könnten. Im Außenhafen ist ein größeres Areal gegenüber des Apartementshauses abgesperrt - dort sollen die Sandladungen gelöscht, über den Jungfernstieg Richtung Strand transportiert und dort verteilt werden.

Während der Bund den Sand kostenfrei zur Verfügung stellt, hat die Stadt 80  000 Euro für den innerstädtischen Transport und die Aufschüttung bereitgestellt. Am Strandabschnitt Dang sollen auf einer Fläche von 9000 Quadratmetern 4000 Kubikmeter, am 6500 Quadratmeter großen Strand vor dem Kurpark 2000 Kubikmeter aufgeschüttet werden, um das Deckwerk der Promenade vor dem Unterspülungen durch Hochwasser zu schützen. Hauptgrund für den Sandmangel am Eckernförder Strand ist die lange Mole der WTD 71, die die natürlichen Sandanspielungen verhindert.

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