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Sandaufschüttung am Strand : Qualität nimmt ab: Nach 4400 Kubikmetern Sand ist Schluss

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach zwölf Tagen und damit früher als erwartet sind die Aufschüttungsarbeiten am Strandabschnitt Am Dang abgeschlossen. Der Grund: der Sand vor Aschau hat nicht mehr die Qualität.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 06:11 Uhr

Eckernförde | Seit gestern ist nichts mehr von der Aktion Sandaufschüttung am Kurstrand zu sehen. Die Absperrungen wurden abgebaut, Promenade und Hafenbereich von den Spuren der Anlieferung gereinigt. Zurück bleiben 4400 Kubikmeter Sand aus der Lagune Aschau, die am nördlichen Strandabschnitt von der Nixe bis kurz vor dem Ostsee Info-Center verteilt und eingearbeitet wurden. Sand, der bei vielen Bürgern aufgrund seiner Färbung und seiner Qualität für Unmut gesorgt hat.

Am Montag erklärte Tiefbauingenieur Axel Sperber vom Bauamt auf der Sitzung des Umweltausschusses, die vom Vorsitzenden Edgar Meyn (Die Grünen) geleitet wurde, das Ende der Sandaufschüttung. Geplant war die Anlieferung von 6000 Kubikmetern Sand aus der Lagune Aschau, geliefert wurden 4400 Kubikmeter. Grund sei die Verlagerung der Ausbaggerungsarbeiten in den hinteren Teil der Lagune durch das Landesamt für Küstenschutz und damit die Verringerung der Aushubmenge. Die Qualität dieses Sandes durch die Vermischung mit organischen Bestandteilen wie Seegras und Zweigen sei nicht die gleiche wie die der ersten Lieferungen. Insofern habe man die Lieferungen gestoppt. Der weniger dezimierte Strandabschnitt vor dem Kurpark erhält daher auch keine Sandaufschüttung und bleibt, wie er ist.

Die in der Bevölkerung so häufig geäußerten Bedenken hinsichtlich der Qualität des Sandes teile er nicht, so Sperber. Gutachten des Landesamtes für Küstenschutz hätten ergeben, dass weder eine toxische noch eine Belastung mit Schwermetallen oder Fäkalien vorliege.

Ein Dorn im Auge vieler Bürger ist die Farbe des Sandes. Der ursprüngliche Sand, der in den 70er-Jahren aufgebracht wurde, war hell und hatte einen beigefarbenen Ton. „Der neue Sand ist ein Naturprodukt aus der Eckernförder Bucht, wie er bei uns vorkommt, und hat eher einen Grauton“, sagte Sperber. Die natürlichen Elemente wie Regen, Hochwasser und Trocknung sorgen langfristig für eine Auswaschung und eine Verstoffwechselung der organischen Substanzen, die in dem Naturprodukt enthalten seien. „Natürlich ist der neue Sand nicht identisch mit dem alten, aber die Helligkeitsunterschiede werden auf lange Sicht nicht sehr groß sein“, versicherte der Ingenieur.

Trotz der Reduzierung der angelieferten Menge sei das Ziel erreicht worden. Der Strandabschnitt wurde um die gewünschten 60/70 Zentimeter aufgefüllt, die Wasserlinie rückt um zehn Meter landauswärts.

Der vorgeschlagene Haushaltsansatz für das Projekt Sandaufschüttung beträgt 80  000 Euro. Der Sand selbst war für die Stadt kostenlos, Kosten gibt es ausschließlich für den Transport. Entsprechend der reduzierten Menge verringern sich die Kosten auf rund 40  000 Euro, teilte Sperber mit. Hinsichtlich des Umweltgedankens gab er zu bedenken: „Hätten wir das Material nicht genommen, hätte es lange Wege zum Verklappen in der Ostsee nehmen müssen. Und Verklappung hat für die Meeresbewohner Folgen.“

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