Ahnenforschung : Puzzeln für den Stammbaum

Ahnenforscher Dr. Klaus-D. Kohrt: Sein eigener Stammbaum weist nur noch zwei Lücken auf.
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Ahnenforscher Dr. Klaus-D. Kohrt: Sein eigener Stammbaum weist nur noch zwei Lücken auf.

Genealoge Dr. Klaus-D. Kohrt verrät, wie man seiner Familiengeschichte auf den Grund geht. Mit einer neuen Interessengemeinschaft will er Stammbaum-Forscher besser vernetzen.

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23. November 2013, 06:42 Uhr

Wo haben eigentlich meine Urgroßmütter gelebt und wer waren sie? Das sind nur zwei der Fragen, die sich stellen, wenn man sich mit dem eigenen Familienstammbaum beschäftigt. Näheres dazu erfuhren die 38 Zuhörer in der Akademie Carlshöhe, als Dr. Klaus-D. Kohrt zum Thema Genealogie (Ahnenforschung) einen Vortrag hielt. Ziel des Ganzen sei eine Interessengemeinschaft Familienforschung ins Leben zu rufen, in Kooperation mit der Heimatgemeinschaft Eckernförde und dem Verein Schleswig-Holsteinische Familienforschung. Bei regelmäßigen Treffen sollen Grundkenntnisse für Anfänger vermittelt und Erfahrungen unter Fortgeschrittenen ausgetauscht werden.

„Es ist wie ein Puzzle, das durch ständig neue Teile nie fertig wird“, beschreibt Kohrt die Ahnenforschung und zeigt am Beispiel seiner eigenen Familie, dass es laut Volkszählung von 1803 für Hemmelmark, Barkelsby und Umgebung 63 namentliche Einträge für Kohrt gibt. Lässt sich die väterliche Schiene aufgrund der Namensvererbung leichter zurückverfolgen, wird es spätestens bei der Urgroßmutter schwierig. „Hier kommt man alleine so gut wie gar nicht weiter, auch wenn das Internet dabei schon eine große Hilfe ist.“

Der Austausch mit Gleichgesinnten sei dabei wesentlich, denn Nebenergebnisse könnten in die eigene Forschung mit einfließen. Die Genealogie stützt sich dabei im Wesentlichen auf Kirchen- und Gemeindebücher sowie städtische Eintragungen. Aufzeichnungen dazu gibt es jedoch erst seit Mitte des 17. Jahrhunderts. „Als Anfänger sollte man zunächst mit den eigenen Eltern anfangen“, empfiehlt Kohrt. Mit zunehmender Erfahrung würden dann auch Zusammenhänge deutlich und man verstünde Geburts- und Sterbeaufzeichnungen in Beziehung zu setzen. Auch Heimatkunde und Geografie sollten berücksichtigt werden. Die große Grenze zur Vergangenheit bleibt der Dreißigjährige Krieg, in dessen Verlauf so gut wie keine Aufzeichnungen erhalten blieben.

„Die vorgesehene Interessengemeinschaft soll nicht zur Konkurrenz des entsprechenden Arbeitskreises der Heimatgemeinschaft werden“, machte Kohrt deutlich. Das erste Treffen der Interessengemeinschaft findet am Sonnabend, 30. November, 14 Uhr, in den Räumen der Heimatgemeinschaft, Carlshöhe 44, statt.

Anmeldung über die Heimatgemeinschaft unter 04351/85427 oder mail@heimatgemeinschaft-eck.de

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