zur Navigation springen

Neue Musik : Provinzlärm: Sechs Konzerte in drei Tagen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Freunde der Neuen Musik fiebern dem 5. Internationalen Festival der Neuen Musik vom 20. bis 22. Februar in der St. Nicolai-Kirche entgegen. Es ist das bisher aufwändigste Festival dieser Art in Eckernförde. Es gibt drei Welturaufführungen.

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 06:38 Uhr

Das 5. Internationale Festival für Neue Musik geht unter dem Titel „Provinzlärm“ vom 20. bis 22. Februar an den Start. Sechs Konzerte, darunter drei Welturaufführungen, werden dem Festivalpublikum eindrucksvolle Klangerlebnisse bescheren. Drei Konzerte – das Eröffnungskonzert am Freitagabend sowie die beiden Samstagskonzerte – werden als Live-Mitschnitt vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet. Festvalleiter Gerald Eckert aus Eckernförde, spricht von außergewöhnlichen Konzerten in zum Teil großer, fast orchestraler Besetzung. Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr nach einigen baltischen und skandinavischen Ländern Deutschland. Alle Konzerte finden in der St. Nicolai-Kirche statt.

Der aus Nürnberg stammende und nach seiner Stipendiatenzeit im Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus in Eckernförde vor Anker gegangene Komponist und Musiker bietet allen interessierten Musikfreunden am Freitag, 13. Februar, um 20 Uhr im Künstlerhaus in der Ottestraße 1 einen Einführungsvortrag in das anstehende „Provinzlärm-Festival“ an.

Und das, so Eckert, ist gespickt mit Höhepunkten. Besonders ans Herz legt er den Besuchern das musikalisch und technisch herausragende Konzert am Sonnabend, 21. Februar, um 20 Uhr. Ausführende sind das Ensemble Auditivvokal Dresden, Beatrix Wagner (Bassflöte) und Roland Breitenfelder (Live-Elektronik). Vor allem „das großartige Stück“ von Luigi Nono „Das atmende Klarsein“ (1981) für kleinen Chor, Bassflöte und Live-Elektronik im zweiten Teil des Konzerts fasziniert den Intendanten. Zuvor wird Dufays Messe „L’homme arme“ (1450/1460) erklingen. In beiden Werken kommen auch Textfragmente unter anderem von Rilke zum Einsatz. „So etwas wird man in Eckernförde sicher so schnell nicht wieder hören – sehr spannend“, sagt Eckert, der ein bekennender Nono-Fan ist.

Das Festival beginnt mit einem Auftritt des ensemble reflexion K und Gästen. Die frühere Stipendiatin Natalia Solomonoff und Gerald Eckert selbst mit der Uraufführung „Sopra di noi ... (niente“ für kleines Orchester bestreiten es.

Am Sonnabend, 21. Februar, werden neben den Komponisten Manfred Stahnke und Gerald Eckert um 11 Uhr auch die Organistin der Nicolai-Kirche, Katja Kanowski, sowie Pastor Dirk Homrighausen und der frühere Propst Knut Kammholz als Rezitatoren auftreten. Im Konzert Nr. 3 werden um 17.30 Uhr das enselble reflexion K und Solisten sechs Stücke verschiedener Komponisten zu Gehör bringen.

Nach dem Samstagabend-Konzert stehen am Sonntag, 22. Februar, um 17.30 und 19 Uhr die beiden abschließenden Konzerte mit dem ensemble reflexion K auf dem Festivalprogramm. Zunächst stehen die vier Komponisten Kunsu Shim, Roland Breitenfelder, Peter Gahn (Uraufführung) und Nicolaus A. Huber im Blickpunkt. Knut Kammholz wird Stücke von Hölderlin rezitieren. Im letzten Konzert werden Kompositionen von Gerald Eckert („Bruchstücke ... erstarrtes Lot“) und Nicolaus Huber („Werden Fische je das Wasser leid?“) zu hören sein.

Ein intensives Programm und das Aufwändigste, was jemals in Sachen Neuer Musik in Eckernförde auf die Beine gestellt wurde, sagt der Veranstalter Gerald Eckert, der wie die Musiker auf großen Zuspruch hoffen. Karten sind im Vorverkauf im Kunden-Center der Eckernförder Zeitung, Kieler Straße 55, Tel. 04351/9008-2483 erhältlich. Dort gibt es Festivalpässe und Einzelkarten. Falls noch im Angebot werden die Karten auch an der Konzertkasse in der St. Nicolai-Kirche erhältlich sein.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen