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Riesby Schlietheater : Prominenter Besuch bei Gundas Nacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Riesby Schlietheater feiert vor ausverkauftem Haus eine mitreißende Premiere mit Slapstick, Show und Theaterstück aus eigener Feder. Kabarettistische Promi-Show. Das Publikum zeigt sich begeistert.

Rieseby | Der Saal im Riesby Krog füllte sich am Freitagabend bis auf den letzten Platz. Alle drei Vorstellungen ausverkauft – dass zeigt, wie schnell sich das Riesby Schlietheater unter der Leitung von Gunda Gey in die Herzen der Zuschauer gespielt hat.

Ein Feuerwerk an Höhepunkten versprach das Programm „Vergnöögliches op Platt“, und die Erwartungen der Besucher wurden nicht enttäuscht. Mit frühlingshaften, plattdeutschen Liedern eröffnete die Musikgruppe Querfeldein aus Bohnert den bunten Theaterabend. „ Nu geiht dat wedder los,“ begrüßte Gunda Gey die Zuschauer und fand mit ihrer direkten Ansprache sofort den Weg zum Publikum: „Dat Lachen bruukt ji nich verknippen, an besten aver an de richtige Stell!“

Und das Lachen erfüllte schnell den Saal. Mit der Lesung der modernen Version des Märchens „De Poogkönig“ (der Froschkönig) entführte Gey die Zuhörer in eine etwas andere Märchenwelt und erntete viel Applaus. Wer die plattdeutsche Vertellerin Christel Kock kennt, weiß, dass sie immer einen im Sinn hat und ihre Mitmenschen genau beobachtet. Die Zuschauer kamen bei ihren herzerfrischenden Erzählungen aus dem Lachen kaum noch heraus. Wenn der eigene Bio-Anbau der Tomaten – in Eierpappe auf der Fensterbank –, nicht den gewünschten Ernteertrag verspricht, ja dann hilft natürlich düngen. Am besten mit Fischmehl, der alte, viel zu lang gelagerte Dorsch in der Kühltruhe muss dafür herhalten. Es funktioniert, der Ernteertrag übersteigt alle Erwartungen, nur das der Nachgeschmack des roten gesunden Gemüses reichlich fischig ist, damit kann man sich am Ende nicht abfinden.

Gundas Abendschau brachte die Prominenz auf die Bühne. Mit dem Auftritt von Dieter Bohlen (Olaf Petersen), Frau Jaschke (Angelika Klingelhöller) und Mann (Hermann Hebekerl) und Mireille Matthieu (Sigrun Kramer) war es endgültig um die Contenance der Gäste geschehen. Wahre Lachsalven durchdrangen den vollbesetzten Saal im Riesby Krog. Lieselotte Wiese aus Arnis zeigte sich in der Pause begeistert: „Der ganze Abend ist bis jetzt schon so wunderschön, die Spieler sind alle einfach toll. Man kann so herzlich lachen. Ich bin gespannt auf das Theaterstück!“

Und das kam nach der Pause, und wie. Mit dem Einakter „Geld is nich allens“ gab es eine besondere Premiere. Erstmals hat Gunda Gey das Stück selbst geschrieben: „Da es immer schwieriger wird, ein Stück zu finden, das zu den Spielern passt und den Geschmack der Truppe trifft, habe ich diesmal selbst zum Stift gegriffen und die Komödie auf Papier gebracht.“ Der tosende Applaus belohnte die Autorin, das Ensemble und Tosnackerin Martina Goos. Reaktion aus dem Publikum – Gabriele Schmidt aus Annenhof: „Das Ensemble ist toll, sie überzeugen in Mimik und Gestik, dazu die herrlichen Anekdoten, einfach spitze!“

Jakob Harmsen (Hermann Hebekerl), alternder Hippie und einziger Bewohner im „Haus Abendfrieden“ wandelt auf Freiers Füßen und hofft auf eine reiche Partie. „Ni wedder Melksupp!, ist seine Devise. Indes sorgen sich Elke (Christel Kock), resolute Inhaberin der Seniorenpension, und die treue Pflegekraft Gitti (Angelika Klingelhöller), die heimlich ein Auge auf Elkes Sohn Jens (Olaf Petersen) geworfen hat, um die Fortzahlung der Zuschüsse, die Frau Meyer (Sigrun Kramer) vom Amt bewilligen soll. Um die Dame milde zu stimmen, sind allerhand Vorbereitungen erforderlich, nachdem diese ihren Besuch ankündigt hat. Als nun Jakobs Heiratskandidatin (Gunda Gey) auftaucht, ist das Chaos vorprogrammiert. Alle guten Pläne scheinen in Gefahr ....

Unter dem Strich ein bereichernder und sehr humorvoller Kulturabend des Riesby Schlietheaters, der zweifellos Lust auf mehr macht.

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erstellt am 20.Apr.2015 | 06:20 Uhr

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