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Milder Winter : Primeln und Hornveilchen sind am beliebtesten

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Draußen in der freien Natur erwachen aufgrund der milden Temperaturen die ersten Pflanzen. In den Gewächshäusern der Gärtnereien im Dänischen Wohld herrscht dagegen noch relative Ruhe.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 06:11 Uhr

Das Winterwetter schlägt Kapriolen. Bei milden acht Grad schlagen bei Büschen bereits die ersten Triebe aus und bei einigen Rosensorten sind die ersten zarten Knospen zu sehen. Setzt in der nächsten Woche wirklich der Winter ein, sind diese unbedingt zu schützen, so Tobias Stegelmann von der gleichnamigen Gärtnerei in Revensdorf.

Während draußen die Natur frühzeitig erwacht, herrscht in seinen Gewächshäusern noch relative Ruhe. 4500 Tulpen schlummern zurzeit noch in ihren Setzkästen und warten auf ihre Blüte. „In zweieinhalb Wochen haben wir die ersten zum Blühen gebracht“, erzählt der 37-jährige Gärtnermeister, „ab dann gehen sie in den Verkauf.“

Sie tragen so exotische Namen wie Monte Carlo, Monte Orange oder Abba. Die Farben gelb, weiß, rot, rosa und pinkfarben seien beim Kunden gefragt, weiß Stegelmann. Damit die Tulpen nicht alle gleichzeitig erblühen, sind sie in zwei Gewächshäusern mit unterschiedlichen Temperaturen untergebracht. Die einen lagern bei fünf Grad in der Kulturerde, mit Sand abgedeckt, während die anderen bei warmen 15 Grad ihrer vollen Entfaltung entgegenblicken.

Der Familienbetrieb mit einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern in fünf Gewächshäusern ist eine Gärtnerei mit Direktverkauf. Stegelmann legt Wert auf Qualität und Regionalität. „Das, was wir produzieren, verkaufen wir an unsere eigenen Kunden“, bekräftigt er. Das gilt auch für die 8500 Hornveilchen, die er und seine fünf Mitarbeiterinnen Ende Oktober als Jungpflanze erhalten haben und die sie jetzt in einem offenen Gewächshaus aufziehen. Noch haben die Pflanzen Ruhe und wurzeln in den Matschballen, wo sie noch einmal gekürzt, in der Gärtnersprache gestaucht, wurden, um nicht in die Höhe zu gehen. „Ist der März gut und das Wetter offen, beginnt der Verkauf“, sagt Stegelmann. Sein Tipp: Die frostfreie Pflanze bevorzugt eine relativ nährstoffarme Erde, da sie sonst in die Höhe schießt. Stiefmütterchen verkauft der Revensdorfer nahezu gar nicht mehr. Der Kunde verlange einfach nicht mehr danach. „Hornveilchen blühen bis in den Sommer hinein und haben ein schöneres Blühbild“, zählt er die Vorteile auf.

„Primeln sind jetzt der Renner“, berichtet Carsten Wandrowsky von der Gettorfer Gärtnerei Fester. In dem fünf bis acht Grad kalten Gewächshaus warten rund 4000 Bellis, Krokusse, Ranunkeln, Tulpen und Primeln, erworben in einem Großmarkt, auf den Verkauf. Bei letzteren seien die Farben gelb und weiß bei den Kunden sehr beliebt, so der 40-Jährige.

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